Kaum ein Abenteuerroman hat das Bild von Piraten so geprägt wie „Treasure Island“ von Robert Louis Stevenson. Der Stoff wurde schon unzählige Male für Film und Fernsehen adaptiert. Nun entsteht erneut eine Serienversion. Hinter der „Die Schatzinsel“-Serie stehen dieses Mal gleich zwei Streaming-Plattformen.

Nämlich Paramount+ und MGM+, die für die Produktion zusammenarbeiten. Die Dreharbeiten laufen bereits. Vor der Kamera stehen unter anderem David Oyelowo, Hayley Atwell und Jack Huston. Damit setzt die neue Umsetzung auf eine prominente Besetzung für das berühmte Piratenabenteuer.

Ein Roman, der das Piratenbild prägte

Die literarische Vorlage erschien erstmals im Jahr 1883 und erzählt von dem jungen Jim Hawkins, der nach dem Fund einer geheimnisvollen Schatzkarte in ein gefährliches Abenteuer gerät. Zusammen mit einer Gruppe zwielichtiger Seeleute bricht er zu einer Expedition auf, bei der besonders ein Mann im Mittelpunkt steht: der berüchtigte Pirat Long John Silver.

Viele Elemente, die heute als klassische Piratenklischees gelten, so wie etwa Schatzkarten mit einem markierten „X“ oder einbeinige Freibeuter, gehen direkt auf Stevensons Geschichte zurück. Entsprechend groß ist ihr Einfluss auf die Popkultur bis heute. Die kommende Serie scheint den bekannten Stoff jedoch nicht einfach nur nachzuerzählen.

Neue Figuren und andere Perspektiven

Einige Figuren werden stärker in den Mittelpunkt gerückt oder neu interpretiert. So spielt Tom Sweet den jungen Jim Hawkins, während Oyelowo die Rolle des Long John Silver übernimmt. Auch Jims Mutter Bess, verkörpert von Hayley Atwell, soll eine deutlich größere Rolle im Abenteuer einnehmen als im Originalroman.

Zusätzlich taucht mit dem britischen Agenten Aaron Graham eine neue Figur auf, die von Jack Huston gespielt wird und offenbar eine wichtige Rolle im Konflikt der Geschichte einnimmt. Entwickelt wird die Serie von Robert Murphy, der zuvor unter anderem an der britischen Krimiserie „Vera“ beteiligt war.

Große Produktion mit internationaler Auswertung

Für die Inszenierung wurden gleich mehrere Regisseure verpflichtet, darunter Jeremy Lovering, William McGregor und Paul Walker. Auch bei der Veröffentlichung geht man einen ungewöhnlichen Weg. Paramount+ wird die Serie in Großbritannien und Irland zeigen, während MGM+ den US-Start übernimmt. Für andere Regionen sollen separate Vertriebsvereinbarungen getroffen werden.

Wo „Treasure Island“ letztlich in Deutschland landet, steht deshalb noch nicht fest.