Die Rettungsschwimmer von Malibu gehören zu den langlebigen TV-Ikonen der 90er. Rote Badeanzüge, Zeitlupenläufe am Strand und dramatische Einsätze im Wasser haben eine ganze Generation geprägt. Nun bekommt „Baywatch“ erneut eine Serienneuauflage und das Projekt nimmt konkret Form an. Denn mit Stephen Amell steht der erste Hauptdarsteller fest.
Amell übernimmt die Rolle von Hobie Buchannon. Die Figur ist kein Neuzugang, sondern direkt mit der Originalserie verknüpft. Dort war Hobie der Sohn von Mitch Buchannon, dem Teamleiter der Rettungsschwimmer. In der neuen Version ist Hobie erwachsen und selbst zum Captain aufgestiegen. Damit verschiebt sich der Blickwinkel: Aus dem Sohn im Schatten einer Legende wird eine Führungsperson mit eigener Verantwortung.
Hinter dem Reboot
Die geplante Handlung knüpft an diese Entwicklung an. Hobies Alltag gerät aus dem Gleichgewicht, als eine Tochter auftaucht, von deren Existenz er bislang nichts wusste. Sie möchte in seine Fußstapfen treten und Teil des Rettungsteams werden. Hinter dem Reboot stehen mit Fremantle und Fox Entertainment zwei Unternehmen, die bereits Erfahrung mit großen TV-Marken haben.
Auch All American Television, das schon die Originalserie produzierte, ist wieder beteiligt. Die erste Staffel ist mit zwölf Episoden geplant. Gedreht werden soll unter anderem am Venice Beach sowie auf Studiogeländen in Los Angeles. Als Showrunner fungiert Matt Nix, bekannt durch „Burn Notice“. Seine Serien verbanden oft Action mit Figurenfokus und fortlaufenden Handlungsbögen.
Messlatte liegt hoch
Das passt zu einem Stoff wie „Baywatch“, der nie nur aus Wasserrettungen bestand, sondern auch vom Miteinander des Teams lebte. Freundschaften, Rivalitäten und private Baustellen gehörten schon früher dazu. Stephen Amell bringt indes reichlich Serienerfahrung mit. Viele kennen ihn aus „Arrow“, wo er über Jahre eine der Hauptrollen spielte. Später folgten Projekte wie das Wrestling-Drama „Heels“ und zuletzt „Suits LA“.
Die Messlatte liegt dennoch hoch. Die Originalserie lief über elf Staffeln und erreichte weltweit ein Millionenpublikum inklusive der Stars David Hasselhoff und Pamela Anderson. Selbst Menschen, die kaum eine Folge gesehen haben, erkennen das Grundkonzept sofort. Ein Reboot muss also mit einem starken Wiedererkennungswert arbeiten und zugleich zeitgemäß wirken.
Ein früherer Versuch, „Baywatch“ im Kino neu zu beleben, verlief weniger erfolgreich. Die Filmversion von 2017 setzte stark auf Comedy und Selbstironie. Das Serien-Comeback schlägt nun einen anderen Weg ein und orientiert sich wieder stärker an der klassischen TV-Serie.
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