Nachdem hierzulande erst im April zuletzt ein sogenannter Blitzermarathon stattgefunden hat, an dem sich fast alle Bundesländer beteiligten, legen die deutschen Behörden nun eine zweite Runde ein. Im August gilt es für Autofahrer in Deutschland von daher, besonders umsichtig zu fahren.
Zwar heißt es in dem Zusammenhang oft, dass die „Speed-Week“ bundesweit durchgeführt wird, die verstärkten Verkehrskontrollen variierten jedoch regional: Während manche Bundesländer eine ganze Woche lang verstärkt kontrollierten, beschränken sich andere auf nur einen Tag, einige sind wiederum gar nicht an der Maßnahme beteiligt. Deshalb sollte man sich aber nicht in falscher Sicherheit wiegen. Immerhin ist die nächste große Kontrollaktion bereits angesetzt:
Während der 32. Kalenderwoche, konkret vom 5. bis zum 11. August 2024, wird ein weiterer europaweiter Blitzermarathon stattfinden, bei dem erneut Geschwindigkeitsüberschreitungen im Fokus stehen werden.
Diese koordinierten Aktionen zielen darauf ab, Autofahrer zur Einhaltung der Tempolimits zu motivieren, da überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle in Europa darstellt.
Vonseiten einiger Bundesländer wird die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme jedoch angezweifelt. Von daher kann laut dem ADAC wohl davon ausgegangen werden, dass Berlin, Bremen, das Saarland und Sachsen vermutlich auch im August nicht an den Kontrollen teilnehmen, nachdem diese auch im April nicht dabei gewesen sind.
Die restlichen Bundesländer sind aber wieder an Bord, wobei deren Vorgehensweisen variieren könnten. So veröffentlichen einige Bundesländer, wie Bayern und Hessen, kurz vor der Aktion etwa Listen mit den Standorten der Messstellen, während die meisten anderen Bundesländer solche Informationen nicht preisgeben.
Bußgelder für Verkehrssünden fallen in Deutschland im internationalen Vergleich noch moderat aus. Der bußgeldpflichtige Bereich beginnt bei einer Überschreitung von bis zu 10 km/h mit 30 Euro und steigt mit zunehmender Geschwindigkeitsüberschreitung. Mit 20 km/h zu viel muss man innerorts schon 70 Euro hinlegen, darüber hinaus werden bereits dreistellige Summen fällig – auch Punkte in Flensburg oder Fahrverbote drohen.
Wer nun mit den Schultern zuckt, da er seinem Blitzer-Warner vertraut, der sei gewarnt: Diese fielen lange in eine rechtliche Grauzone, nach neuesten gesetzlichen Regelungen drohen nun aber Strafen, da der Betrieb solcher Warnsysteme inzwischen explizit verboten ist.
Lediglich klassische Radiodurchsagen zu Blitzerstandorten sind noch erlaubt, da sie allen Hörern dieselben Informationen unabhängig vom Standort bieten. Warnungen an andere Verkehrsteilnehmer durch Handzeichen sind ebenfalls möglich, jedoch ist das Warnen per Lichthupe verboten und kann mit einer Strafe von 10 Euro geahndet werden.
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