Die Zielgruppe war so gar nicht begeistert, als es hieß, dass der neue Dodge Charger ausschließlich mit einem Elektroantrieb ausgestattet auf den Markt kommen sollte. Der Autobauer reagiert jedoch auf die Kunden-Kritik und präsentierte nun tatsächlich das neue Modell in zwei verschiedenen Antriebsarten – sowohl für die zwei- als auch für die viertürige Version.

Neben der elektrischen Variante wird das Musclecar nun auch mit einem Verbrennungsmotor angeboten und rettet damit aus Sicht von Experten die „Seele des Kult-Sportwagens“. Zum Einsatz kommt dabei ein 3,0-Liter-Reihen-Sechszylinder aus der „Hurricane“-Serie, verfügbar in zwei Leistungsstufen mit 414 bzw. 542 PS.

Die Elektroversionen des Chargers versprechen mit 489 PS und 661 PS zwar noch mehr Leistung, sind mit einem Gewicht von stolzen 3,2 Tonnen allerdings auch deutlich schwerer als das Modell mit Verbrennungsmotor.

Zudem wird die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 216 km/h auch von Verbrennern der Polo-Klasse erreicht, mal abgesehen davon, dass die potenziell langen Ladezeiten für die Batterie im argen Kontrast zum amerikanischen Ideal der automobilen Freiheit stehen.

Große Freude, aber auch Kritik

Insofern herrscht unter den Fans große Erleichterung darüber, weiterhin einen Charger mit Verbrennungsmotor wählen zu können. Allerdings erntet der Autobauer auch Kritik für den obligatorischen Allradantrieb und das Automatikgetriebe in allen Varianten sowie für den Verzicht auf den legendären Hemi-V8-Motor, der die vorangegangene Modell-Generation noch zu einem riesigen Verkaufshit gemacht hatte.

Immerhin: Nachdem das beliebte Aggregat zuletzt aus allen Pkw verbannt wurde, darf es zumindest bis auf weiteres in den Pritschenwagen der Ram-3500-Serie auch weiterhin seinen Dienst tun. Und wer weiß … vielleicht erlebt es ja eines Tages doch noch ein Comeback im Bereich der Personenkraftwagen. Die Fans würde es sicherlich freuen.

Der neue Charger, der mit einer Länge von 525 cm übrigens deutlich größer daherkommt als sein Vorgänger, ist das erste Stellantis-Modell, welches auf der neuen STLA-Plattform basiert – ein technologieoffener Ansatz der flexibel genug ist, um für verschiedene Marktanforderungen angepasst werden zu können.

Quelle: focus.de