Einkaufen gehen ist wohl so ziemlich das Alltäglichste auf der Welt. Mal im großen Stil für eine ganze Woche, gerne auch nur kurz rein und rasch wieder raus, um sich ein kaltes Getränk zu gönnen. Aber nun stellt euch mal vor, ihr müsstet beim Betreten eines Supermarktes Eintritt zahlen.

Klingt zunächst undenkbar, aber mit genau so einer Maßnahme sorgt Aldi Süd aktuell für Aufsehen. Das allerdings nicht hierzulande, sondern in einer seiner Filialen in Greenwich, England, wo Deutschlands führender Discounter ebenfalls vertreten ist.

Konkret geht es um eine Filiale, die unter dem Konzept „Shop&Go“ betrieben wird. Soll heißen: Dort gibt es weder Personal noch Kassen und damit auch keinen aktiven Bezahlvorgang. Man packt einfach seine Waren ein und geht wieder hinaus, das Geld für die von den Kameras erfassten Produkten wird dann später automatisch vom Konto abgebucht.

Damit das klappen kann, ist es nötig, sich als Kunde im Vorfeld über eine spezielle App zu registrieren und beim Betreten der Filiale anzumelden. Und eben bei diesem Vorgang wird in Greenwich eine Eintrittsgebühr von zehn britischen Pfund fällig, was ungefähr zwölf Euro entspricht. Der Betrag wird im Voraus entrichtet, was dem Unternehmen zufolge dazu dient, die Bankverbindung der Kunden zu authentifizieren.

Technische Probleme vs. Kundezufriedenheit

Nachdem man sich also angemeldet und die Eintrittsgebühr entrichtet hat, kann man in der „Shop&Go“-Filiale einkaufen, während die KI-gestützten Kameras die ausgewählten Produkte dokumentieren und dem jeweiligen Kunden zuordnen. Der Einkaufsbetrag wird anschließend direkt vom Konto abgebucht und die geleistete Vorauszahlung in Höhe der besagten zehn Pfund dabei angerechnet.

Sollten Kunden bei ihrem Besuch nun gar nichts oder Waren im Wert von weniger als der Eintrittsgebühr kaufen, verspricht Aldi, den Differenzbetrag innerhalb von 48 Stunden zu erstatten und auf das Bankkonto zurückzuüberweisen.

Einen finanziellen Nachteil hat man demnach also nicht, allerdings sorgt das System bei der Kundschaft in Greenwich für viel Unmut, da es aktuell wohl immer wieder zu technischen Schwierigkeiten sowohl mit der App als auch mit den Rücküberweisungen kommen soll.

Aber auch das wird wohl bald nur noch eine Randnotiz in der Geschichte sein. Denn in Zukunft will Aldi es möglich machen, ganz ohne App und Registrierung in den „Shop&Go“-Filialen einzukaufen. Dank des neuen „Tap In“-Verfahrens wird es möglich sein, lediglich mit einer aufgelegten Kreditkarte Zutritt zu erhalten.

Quelle: chip.de