Noch vor wenigen Jahren waren betrügerische Mails derart dilettantisch, dass sie noch leicht zu erkennen waren. Inzwischen sind die Maschen im Netz jedoch deutlich ausgebuffter, weshalb man Warnungen großer Serviceanbieter dringend ernst nehmen sollte.

So warnt aktuell zum Beispiel die Deutsche Telekom vor einer betrügerischen E-Mail, die zum Zweck hat, persönliche Daten der Kunden zu stehlen. In der gefälschten Nachricht werden diese aufgefordert, über einen Link angebliche Treuepunkte einzulösen, nur um dann in der Phishing-Falle zu landen.

Ein Sprecher des Telekommunikationsunternehmens betont, dass solche E-Mails nicht von der Telekom stammen und wies darauf hin: „Wenn Sie eine E-Mail bekommen haben, in der Sie zum Beispiel aufgefordert werden, Ihre Treuepunkte einzulösen oder Ihre Daten über einen Link mitzuteilen, dann ist die nicht von uns. Es handelt sich um eine gefälschte E-Mail.“

Merkmale der betrügerischen Nachricht

Es gibt mehrere Anzeichen, an denen die E-Mail als Fälschung erkannt werden kann. Die Nachricht enthält beispielsweise keine persönliche Anrede. Zudem fehlen wichtige Vertragsdaten wie die Kundennummer. Auch das übliche Prüf-Siegel der Telekom lässt die gefälschte Mail missen. Ein weiteres auffälliges Merkmal ist das „Wichtigkeit hoch“-Zeichen, welches in E-Mails der echten Telekom normalerweise nicht zur Anwendung kommt.

Besonders verdächtig ist, dass es sich um einem unbekannten Absender handelt, obwohl die E-Mail mit den Namen „Marco Holzwart für Ralf Hoßbach“ unterzeichnet ist. Die Verwendung solcher Namen in Phishing-Mails ist allerdings eine häufig angewendete Methode, um den Eindruck von Seriosität zu erwecken. Denn diese Personen existieren tatsächlich und sind oder waren bei der Telekom tätig. Ralf Hoßbach war früher Leiter des Kundenservice, Marco Holzwart hat diese Position derzeit inne.

Solltet ihr nun eine solche E-Mail erhalten haben, ist es wichtig, den darin enthaltenen Link auf keinen Fall anzuklicken. Schiebt die Nachricht stattdessen direkt in den Spam-Ordner. Falls der Link dennoch bereits geöffnet wurde, sollten zumindest keinerlei persönlichen Daten eingegeben werden.

Quelle: bild.de