Vom 15. bis zum 21. April 2024 findet hierzulande der inzwischen schon fast zur Tradition gewordene jährliche Blitzermarathon statt, im Zuge dessen die Polizei Auto- und Motorradfahrer verstärkt hinsichtlich der gesetzlich geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen kontrolliert. Die Maßnahme findet die ganze Woche über statt, der Höhepunkt der sogenannten Speedweek ist für den 19. April geplant. Allerdings sind nicht alle Bundesländer betroffen.
In diesem Jahr veranstalten zwölf der 16 deutschen Bundesländer einen Blitzermarathon. Während sich Berlin, Niedersachsen, das Saarland und Sachsen gegen eine Beteiligung entschieden haben, variieren die Vorgehensweisen und die Intensität der Kontrollen bei den teilnehmenden Bundesländern. Bayern hat beispielsweise die Standorte seiner Kontrollstellen bereits im Voraus öffentlich gemacht, andere Bundesländer halten derartige Informationen bewusst zurück.
<li>Baden-Württemberg führt in Städten wie Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Heidelberg und Heilbronn vom 15. bis zum 21. April Kontrollen durch.</li><li>In Bayern finden am 19. April in Städten wie Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, Ingolstadt, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg verstärkte Maßnahmen statt.</li><li>Brandenburg setzt am selben Tag in Bernau bei Berlin, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Eberswalde, Falkensee, Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Königs Wusterhausen, Oranienburg und Potsdam Kontrollen ein.</li><li>Bremen und Hamburg haben keine spezifischen Angaben zu den Messstellen gemacht, führen aber vom 15. bis zum 21. April Kontrollen durch.</li><li>In Hessen werden Städte wie Darmstadt, Frankfurt am Main, Fulda, Gießen, Hanau, Kassel, Marburg, Offenbach am Main und Wiesbaden im gleichen Zeitraum überwacht.</li><li>Mecklenburg-Vorpommern nimmt Städte wie Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Greifswald und Stralsund in den Fokus, ebenfalls vom 15. bis zum 21. April.</li><li>Die Messstellen in Nordrhein-Westfalen sind in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Duisburg aktiv.</li><li>Rheinland-Pfalz führt Kontrollen in Frankenthal, Kaiserslautern, Koblenz, Ludwigshafen am Rhein, Mainz, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Speyer, Trier und Worms durch.</li><li>In Sachsen-Anhalt sind Halle (Saale), Magdeburg, Dessau-Roßlau und Stendal betroffen.</li><li>Schleswig-Holstein überwacht die Geschwindigkeit in Kiel, Lübeck, Flensburg, Norderstedt und Neumünster.</li><li>Thüringen konzentriert seine Bemühungen am 19. April auf Erfurt, Jena, Gera, Weimar, Gotha, Eisenach und Nordhausen.</li>Ursprünglich wurde die Aktion in Nordrhein-Westfalen als Reaktion auf die hohe Zahl an Verkehrstoten ins Leben gerufen und fand im Jahr 2012 zum ersten Mal regional statt. Im Jahr darauf wurde die Maßnahme bereits Bundesweit durchgeführt.
Bis heute gilt zu schnelles Fahren als Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle, weshalb der bayerische Innenminister Joachim Herrmann auch betont, dass das Ziel der Aktion nicht darin bestehe, Bußgelder zu maximieren, sondern die Verkehrssicherheit zu erhöhen: „Uns geht es nicht darum, möglichst viele Verwarnungen auszusprechen oder Bußgeldbescheide zu verschicken“.
Die Nutzung von Blitzer-Warnern durch Apps wie zum Beispiel Blitzer.de, stellt inzwischen übrigens eine Ordnungswidrigkeit dar. Seit einer Gesetzesnovelle im Jahr 2020 ist der Einsatz solcher Apps während der Fahrt verboten, Zuwiderhandlungen werden mit einem Bußgeld von 75 Euro sowie einem Punkt im Fahreignungsregister geahndet.
Aber es gibt ja zum Glück noch einen narrensicheren Lifehack, um heil durch den Blitzermarathon zu kommen: Haltet euch einfach an das geltende Tempolimit. Funktioniert garantiert!
:quality(90))