Mit attraktiven Angeboten konnten die Bonus-Apps von Penny und Rewe eine beachtliche Zahl an Nutzern generieren. Doch eben dieser Erfolg wird nun zur Crux für den Kunden, denn beide Unternehmen verschärfen die Bedingungen für Sparfüchse.
Nachdem Rewe und Penny Ende 2024 den Ausstieg aus dem Payback-Programm verkündet hatten, wollte man dort in Sachen Kundenbindungsstrategie auf dem Smartphone neu durchstarten. Wer das bisherige Payback-System gewohnt war, sollte mit einem vergleichsweise geringeren Schwellenwert für die Nutzung der hauseigenen App gewonnen werden. In dieser lockten exklusive Rabatte und personalisierte Angebote, aber auch die Nutzung digitaler Kassenbons und Einkaufslisten wurde implementiert – zum Preis der Kundendaten, versteht sich.
Nach nur wenigen und für Kunden äußerst lohnenswerten Monaten nach der Einführung dieser Programme haben beide Unternehmen nun aber ohne Vorankündigung die Konditionen zu Ungunsten der Nutzer angepasst.
So wurden zuvorderst die notwendigen Mindesteinkaufswerte für Rabatte deutlich erhöht. Beispielsweise müssen Kunden bei Rewe nun Waren im Wert von 100 Euro statt zuvor 50 Euro kaufen, um einen „Bonus Booster“ von drei Prozent zu erhalten. Auch bei höheren Rabattstufen sind die Schwellen gestiegen: Fünf Prozent gibt es nun erst ab 250 Euro Einkaufswert und zehn Prozent ab 500 Euro.
Penny hat ähnliche Anpassungen vorgenommen. Der Einstiegsrabatt von drei Prozent ist nun erst ab einem Einkaufswert von 50 Euro verfügbar, vorher waren es 30 Euro. Fünf Prozent gibt es jetzt erst ab einem Einkaufswert von 150 Euro statt 100 Euro, sieben Prozent ab 250 Euro statt 200 Euro und zehn Prozent ab 350 Euro statt wie zuvor 300 Euro.
Wie das Portal „Supermarktblog“ berichtet, könnte die Anpassung eine Folge der sehr erfolgreichen Einführung der neuen Programme sein. Sowohl Rewe als auch Penny haben ihre gesteckten Jahresziele für 2025 bereits im ersten Quartal übertroffen und eine hohe Anzahl an Nutzern für ihre Apps registriert. Daraus lässt sich schließen, dass die ursprünglichen Rabattangebote möglicherweise zu kostspielig für die Unternehmen geworden sind.
Vonseiten der Rewe Group heißt es dazu nur, dass die Anpassungen Teil einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Optimierung der Bonusprogramme sind. Aus der Unternehmenszentrale von Penny heißt es außerdem, dass aktuell keine weiteren Verschärfungen der Konditionen geplant sind.
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