Zum 17. Juli 2025 greifen bei PayPal umfassende Änderungen an den Nutzungsbedingungen des Bezahldienstleisters. Die Anpassungen betreffen sowohl Privatpersonen als auch Händler und gehen mit der Einführung neuer Funktionen, einer Aktualisierung der Gebührenstruktur sowie der Erweiterung bestehender Schutzprogramme einher.

Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft den PayPal-Käuferschutz. Die entsprechenden Regelungen sollen laut Angaben des Unternehmens künftig transparenter gestaltet werden, um deutlicher zu definieren, ob und wie PayPal eingreift, wenn es zum Streitfall kommt.

Die Änderungen kommen auf freiwilliger Basis des Unternehmens zwar schon jetzt zur Anwendung, verbindlich wird das Ganze jedoch erst mit Inkrafttreten der neuen AGB im Juli. Ziel sei es, die Rechte der Nutzer klarer zu formulieren.

Neue Gebühren und Funktionen für Händler

Für Händler gilt ab dem 17. Juli zudem eine neue Standardgebühr in Höhe von 1,39 Prozent für alle Transaktionen, die über das mobile Zahlsystem Zettle by PayPal abgewickelt werden. Zudem können nun Links erstellt werden, mit denen Händler einfach und direkt Zahlungen anfordern können. Die bestehenden Transaktionsgebühren bleiben bei dieser Form der Zahlung wie gehabt.

Überarbeitet wird ferner der PayPal-Verkäuferschutz, insbesondere die „Grundvoraussetzungen“ zur Teilnahme an diesem Schutzprogramm. Dies betrifft vor allem die technische Integration von PayPal im Bezahlprozess des eigenen Online-Shops. Nur bei vollständiger Einhaltung der neuen Vorgaben bleibt der volle Schutzumfang für Händler bestehen.

Rewards-Programm und mobile Bezahloptionen

Bereits seit dem 7. Mai 2025 ist ein neues Rewards-Programm für Privatkunden verfügbar, über welches Verbraucher bei qualifizierten Einkäufen Punkte sammeln können. Die Teilnahme an diesem Treueprogramm ist freiwillig und erfordert eine gesonderte Zustimmung zu den Programmbedingungen.

Darüber hinaus bietet PayPal neue Optionen für Zahlungen im stationären Handel. So ist es künftig möglich, per digitaler oder physischer PayPal Consumer Debit Mastercard direkt an Kassen zu bezahlen. Beide Varianten müssen vorher allerdings separat beantragt werden und unterliegen jeweils eigenen Nutzungsbedingungen.

Mit Blick auf die neuen Funktionen und Angebote hat PayPal seine Datenschutzerklärung bereits angepasst – vor allem hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des Rewards-Programms. Wer die PayPal-Dienste nach dem 17. Juli weiterhin nutzt, akzeptiert die neuen Nutzungsbedingungen automatisch. Eine gesonderte Zustimmung ist nicht erforderlich. Nutzer, die mit den Änderungen nicht einverstanden sind, müssen ihr Konto vor diesem Stichtag schließen.

Quelle: chip.de