Autodiebe haben in Deutschland nicht unbedingt leichtes Spiel, jedoch einen reich gedeckten Tisch. Tag für Tag verschwinden Fahrzeuge, wobei vor allem dicht besiedelte Regionen wie Berlin und Hamburg betroffen sind.

Die entstehenden Schäden für Fahrzeughalter und Versicherungen sind erheblich und bewegen sich oft im fünfstelligen Bereich. Denn ganz weit oben auf der Liste der Kriminellen stehen hochwertige SUV- und Geländewagen.

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geraten dabei zunehmend Fahrzeuge von Toyota ins Visier der Täter. Der Land Cruiser des japanischen Herstellers ist sogar das am häufigsten gestohlene Modell im Jahr 2023. Doch auch Modelle der Toyota-Marke Lexus, darunter der NX und UX, sind verstärkt betroffen. Mit Blick auf den sich verändernden Automarkt sind aber auch Elektrofahrzeuge immer öfter Ziel von Diebstählen.

Toyota führt Ranking an

Konkret führt der Toyota Land Cruiser die Statistik mit einer Diebstahlquote von 1,6 Prozent an. Auf den weiteren Plätzen folgen der Toyota Prius+, der Range Rover III, der Jeep Grand Cherokee sowie der Hyundai Santa Fe. Ebenfalls unter den am häufigsten entwendeten Fahrzeugen finden sich der Toyota RAV4, der Kia Stinger sowie der Range Rover Sport.

Die Methoden der Täter zeigen zunehmende Raffinesse. Neben dem sogenannten Homejacking, bei dem die Fahrzeugschlüssel direkt aus Wohnungen oder Häusern entwendet werden, kommen auch technische Hilfsmittel wie Funkstreckenverlängerer zum Einsatz. Diese ermöglichen es, Signale von Keyless-Go-Schlüsseln zu manipulieren und Fahrzeuge unbemerkt zu öffnen. Auch Miet- und Leasingfahrzeuge geraten verstärkt in den Fokus.

Um dem Risiko eines Diebstahls entgegenzuwirken, empfiehlt die Polizei, Fahrzeuge nicht ungesichert am Straßenrand oder in leicht zugänglichen Carports abzustellen. Besser geeignet seien belebte, gut beleuchtete Straßen oder gesicherte Parkmöglichkeiten. Zusätzliche Maßnahmen wie Lenkradkrallen oder Parkkrallen können den Schutz verbessern. Fahrzeugschlüssel sollten niemals im Wagen zurückgelassen und im Falle eines Verlustes umgehend gesperrt werden.

Quelle: chip.de