Saudi-Arabien arbeitet derzeit an dem nächsten ambitionierten Megaprojekt namens Qiddiya City. 40 Minuten von der Hauptstadt Riad entfernt, planen die Verantwortlichen unter anderem eine neue Formel-1-Strecke, zu der nun erste animierte Bilder veröffentlicht wurden. Dabei fällt auf: Der Kurs erinnert an eine ganz bestimmte Strecke aus dem Fun-Racer-Primus Mario Kart.

Die Planung und Gestaltung der Strecke wurde aber nicht von Nintendo übernommen, sondern entspringt einer Zusammenarbeit des ehemaligen österreichischen Formel-1-Fahrers Alex Wurz in und dem deutschen Streckendesigner Hermann Tilke. Die vorgestellte Strecke hört auf den Namen "Speed Park Track" und hat aufgrund ihrer farbenfrohen und futuristischen Inszenierung im Netz bereits diverse Vergleiche mit der aus Mario Kart bekannten Rainbow Road angeregt.

Auf den Sozialen Medien wird von daher in Anspielung auf das Spiel bereits gescherzt, ob eine Schildkröte mit grünem Panzer den Startschuss gibt oder man von einem Angler auf einer Wolke – in Spiel „Lakitu“ genannt – wieder auf die Strecke gehievt wird, sollte man über den Rand fallen. Wer den Titel kennt, weiß was gemeint ist.

Tatsächlich zeichnet sich der Rennkurs aber vor allem durch die erste Kurve aus, die "Blade" getauft in 70 Metern Höhe liegt. Insgesamt sind 21 Kurven und eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h geplant.

Anstelle von herkömmlichen Tribünen sind Terrassen, private Suiten und Bürogebäude für die Zuschauer vorgesehen, von denen aus man das Rennen sogar aus einem Swimming Pool verfolgen kann. Unter der ersten Kurve ist sogar eine Konzertbühne geplant.

In Betrieb gehen soll die neue Strecke ab 2027, der Große Preis von Saudi-Arabien, welcher aktuell noch in Jeddah ausgetragen wird, entsprechend verlegt werden.

Qiddiya: Ein neues Zentrum für eSport und Entertainment

Qiddiya ist aber nicht nur für den Motorsport konzipiert, sondern soll auch der weltweit erste eSport- und Gaming-District werden. Geplant sind unter anderem Gaming-Hotels und die permanente Ansiedlung von 25 eSport-Teams. Darüber hinaus sollen Büros für über 30 Videospielefirmen errichtet und eine große Halle für eSport-Turniere gebaut werden, die tausenden Zuschauern Platz bieten wird.

Daneben soll Qiddiya zahlreiche andere Sportarten sowie Einrichtungen für Bildung, Forschung und Gewerbe beherbergen. Letztlich sollen über 600.000 Menschen auf einer Fläche von 360 km² in der Entertainment-, Sport- und Kulturstadt leben können.

Das erklärte Ziel ist es, Qiddiya bis 2030 zur weltweit größten Touristenattraktion mit jährlich 17 Millionen Besuchern zu machen.

Quelle: futurezone.at