Schwedens illustre Heavy-Rocker um Tobias Forge aka Papa V Perpetua und seine namenlosen Ghoule segnen wieder musikalisch ihr Volk. Denn mit dem Album „Skeletá“ melden sich Ghost eindrucksvoll zurück und liefern Fans ein echtes musikalisches Highlight. Wer die schwedischen Rocker rund um Frontmann Tobias Forge alias Papa V Perpetua kennt, weiß, dass hier mehr geboten wird als gewöhnlicher Metal oder simpler Rock.
Ghost stehen seit jeher für atmosphärischen Sound, markante Melodien und eine Bühnenshow, die ihresgleichen sucht. Auf „Skeletá“ perfektionieren sie genau das, was ihre Anhänger schon immer an ihnen geliebt haben. Schon beim ersten Hören wird klar, Ghost bewegt sich mit diesem sechsten Studioalbum in neue musikalische Sphären.
Natürlich bleiben die typischen Ghost-Elemente erhalten, trotzdem wagen sich die Schweden stilistisch tiefer denn je in eine kraftvolle Hommage an die glorreichen 80er Jahre. Statt dabei nostalgisch zu wirken, klingt „Skeletá“ jedoch frisch, energisch und angenehm anders. Besonders stark sind dabei die hymnischen Refrains, die direkt ins Ohr gehen und lange nachhallen.
Hier zeigt Forge einmal mehr, warum er zu den begabtesten Songwritern seiner Generation zählt. Die Stärke des neuen Studioalbums liegt dabei ganz klar in seiner Vielfalt. So wechseln sich harte, riff-bretternde Nummern mit herrlich melodischen Tracks ab. Die Gitarrenarbeit ist markant, treibend und versprüht pure Spielfreude, während die Drums mit ordentlich Druck die Songs nach vorne treiben.
Einen besonderen Akzent setzen geschickt platzierte Synthesizer-Passagen, die den Songs eine ganz eigene Dynamik verleihen und für zusätzlichen Ohrwurmfaktor sorgen. Ghost gelingt es auf „Skeletá“ zudem, emotionale Tiefe zu schaffen mit Songs wie „Cenotaph“, in dem Forge persönliche Themen verarbeitet. Dieses Lied fühlt sich nicht nur persönlich an, sondern transportiert auch eine authentische, dichte Atmosphäre, die das Album zu einem echten Erlebnis macht.
Ein weiteres Faustpfand von „Skeletá“ ist auch die herrliche Eingängigkeit. Tracks wie der Opener „Peacefield“, „Lachryma“, das energiegeladene „Satanized“ oder das stimmungsvoll-synthesizerlastige „Umbra“ haben Hit-Charakter und dürften zudem Live-Favoriten werden. Generell wirkt jeder der zehn neuen Songs gut durchdacht und perfekt inszeniert – Langeweile kommt hier definitiv nicht auf.
Was Ghost mit „Skeletá“ gelingt, ist letztendlich einmal mehr großen Applaus wert. Denn sie schaffen es, ihren typischen Stil zu bewahren und gleichzeitig aufregend Neues auszuprobieren. Das Album klingt modern, abwechslungsreich und überraschend emotional, ohne jemals aufgesetzt oder gezwungen zu wirken. Und so wird auch „Skeletá“ den nun bereits Jahre anhaltenden Hype um die Band noch weiter Nachdruck verleihen. Dies mit einem wahrhaft unantastbaren Sound-Bollwerk – Meisterlich!
Tracklist: 01. Peacefield // 02. Lachryma // 03. Satanized // 04. Guiding Lights // 05. De Profundis Borealis // 06. Cenotaph // 07. Missilia Amori // 08. Marks Of The Evil One // 09. Umbra // 10. Excelsis
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