Normalerweise wird in der heutigen Medienwelt jedes noch so kleine Detail von großen Unternehmen gern mal zu einer Sensation hochgejubelt. Im Hause Mercedes-Benz übt man sich indes nun aber offenbar in Understatement.

Dort wurde nämlich quasi in einer Nacht- und Nebelaktion kurzerhand das weltbekannte Logo neu designt, ohne dies in irgendeiner Art im Vorfeld anzukündigen oder gar mit großem TamTam zu zelebrieren. Die Änderung wurde tatsächlich bereits im Februar durchgeführt, was vielen zunächst gar nicht auffiel.

Dabei ist der Unterschied eigentlich recht deutlich: Der ikonische Stern ist nicht länger in glänzendem Chrom und 3D gehalten, sondern präsentiert sich nun als flache, schlichte, weiße Form.

Ein neues, reduziertes Design

Das neue Logo ist inzwischen in Geschäftsberichten, auf Social-Media-Plattformen, in E-Mails und auf Briefköpfen zu sehen. Auf den Hauben, Lenkrädern und Felgen werden die traditionellen silbernen, dreidimensionalen Sterne einem Bericht der „Bild“ zufolge aber wohl in ihrer klassischen Form erhalten bleiben.

Offizielle Statements seitens Mercedes gibt es zu dem Thema bisher nicht. Quellen aus dem Inneren des Konzerns zufolge sei die Änderung aber wohl ganz bewusst intern gehalten worden. Das Ziel des neuen Designs ist es, den Markenauftritt moderner, klarer und effizienter zu gestalten, besonders im digitalen Bereich, kommt das neue Flat-Design auf Bildschirmen doch besser zur Geltung.

Ein historischer Rückblick auf den Stern

Der dreizackige Stern hat seine Ursprünge im Jahr 1909 und symbolisiert die Vision von Daimler: Motoren für Land, Wasser und Luft. Seit seiner Einführung hat sich das Design mehrmals gewandelt, vom ursprünglichen goldenen Stern über den Lorbeerkranz bis hin zur aktuellen Purismus-Ära.

Mit Blick auf die Unternehmensgeschichte ist die Umstellung auf ein flaches Design übrigens nicht neu für Mercedes. Bereits im Jahr 2007 führte man dort eine solche Variante ein, machte dann aber rasch wieder einen Rückzieher. Unter der Führung von Dieter Zetsche kehrte 2010 der plastische Stern zurück, der als repräsentativer galt.

Und nun der nächste Versuch, das zeitgemäße Premium-Image durch Simplifizierung zu stärken. Mal schauen, wie es diesmal läuft.

Quelle: bild.de