Mercedes-Benz wird ab dem 1. September 2025 den Bau zweier Elektroautos einstellen. Neben einem Werk in den USA ist auch eine Produktionsstätte in Deutschland von dieser Maßnahme betroffen.
Wie das Unternehmen ankündigte, soll die Fertigung des EQE und EQS für den US-amerikanischen Markt vorübergehend auf Eis gelegt werden – das gilt sowohl für die Limousinen als auch für die SUV-Varianten. Die Entscheidung betrifft das Werk im US-Bundesstaat Alabama, das bislang die SUV-Versionen für den globalen Markt fertigt, sowie das deutsche Werk in Bremen, in dem rund 11.000 Beschäftigte tätig sind und die Limousinen vom Band laufen.
Nachdem zuerst das Portal „CarBuzz“ über die Pläne berichtet hatte, hat Mercedes-Benz die Informationen mittlerweile offiziell bestätigt. Demnach gilt die Produktionspause jedoch ausschließlich für Fahrzeuge, die für den US-Markt bestimmt sind. In anderen Märkten bleiben die Modelle auch weiterhin verfügbar.
Diese Entscheidung steht in direktem Zusammenhang mit dem Wegfall der Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten. Die Fördermaßnahme, die unter der Regierung von Joe Biden eingeführt worden war, wurde von dessen Nachfolger Donald Trump aufgehoben. Damit entfällt ein bedeutender Anreiz für US-Kunden beim Kauf eines Elektrofahrzeugs.
Die EQ-Modellreihe stand aber ohnehin schon seit ihrer Einführung unter Beschuss der Kritiker. Fachleute bemängelten insbesondere das Design sowie die Materialwahl im Innenraum, die im Vergleich zu den klassischen E- und S-Klassen des Konzerns als weniger hochwertig wahrgenommen wurden. Kein Wunder also, dass sich die Fahrzeuge auf dem Markt nicht gut behaupten konnten.
Und besonders deutlich zeigte sich der Abwärtstrend in Sachen Kundengunst eben in den Vereinigten Staaten: Im Jahr 2024 sanken die Verkaufszahlen der EQS Limousine und des EQS SUV um 52 Prozent. Grund genug also, die gesamte Modellreihe einer strategischen Neubewertung zu unterziehen.
Um das Vertrauen der Kundschaft auf dem US-Markt zurückzugewinnen, soll es nun die Rückkehr zu traditionellen Namen und optischen Konzepten richten. Geplant sind dabei unter anderem die Einführung eines vollelektrischen CLA sowie eines neuen GLC in Elektroversion.
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