Ab dem 4. August setzt der Discounter Lidl auf ein neues Rückgabesystem für Leergut. Zweck des Ganzen ist es, Papier zu sparen und den Pfandprozess zu vereinfachen.
Nach erfolgreichen Tests in ausgewählten Filialen führt Lidl den digitalen Pfandbon ab dem 4. August 2025 deutschlandweit ein. Kundinnen und Kunden können ihre Pfandbeträge künftig demnach direkt über die Lidl Plus App verwalten und an der Kasse einlösen. Der Betrag wird automatisch gutgeschrieben. Bereits eingelöste sowie noch verfügbare Pfandbons sind in der App jederzeit einsehbar.
Nach eigenen Angaben ist Lidl damit der erste Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland, der diese Funktion flächendeckend anbietet. Die Idee dahinter: Durch die automatische digitale Speicherung entfällt das Risiko, Bons zu verlieren oder zu vergessen, ebenso die Notwendigkeit, Papierbelege aufzubewahren. Und nicht zuletzt leistet man damit natürlich auch einen Beitrag zum Umweltschutz.
Trotz der Einführung des neuen Systems bleibt der klassische Papierbon aber auch weiterhin eine Option. Wie das Unternehmen mitteilte, steht es allen Kundinnen und Kunden frei, weiterhin einen gedruckten Bon zu wählen. Beide Varianten – digital und analog – können in allen Lidl-Filialen bundesweit eingelöst werden.
Florian Späth, Geschäftsführer Kunde Sales der Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, betont: „Wir lassen unseren Kunden die Wahl, für welche Variante sie sich entscheiden. Gleichzeitig setzen wir mit dem digitalen Pfandbon ein starkes Zeichen für eine kundenfreundliche Digitalisierung und nachhaltige Prozesse im Lebensmitteleinzelhandel. Die Einführung zielt darauf ab, das Einkaufserlebnis weiter zu verbessern und ökologische Verantwortung zu übernehmen.“
Mit dem digitalen Pfandbon setzt Lidl seine Digitalisierungsstrategie konsequent fort. Bereits in der Vergangenheit hatte der Discounter unter anderem über die Lidl Plus App die Kassenzettel digitalisiert, Mehrweg-Angebote ausgebaut und Initiativen zur Müllvermeidung gestartet.
Während Lidl in Sachen digitaler Pfandbon voranschreitet, setzen andere Handelsketten bislang vor allem auf Pilotprojekte. In einigen skandinavischen Ländern gehört die papierlose Pfandrückgabe indes bereits seit Jahren zum Standard im Einzelhandel.
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