Einem allgemeinen Volksglauben zufolge, sollte man Spinnen nicht mit dem Staubsauger entfernen, da diese das Aufsaugen angeblich schadlos überstehen, nur um dann schließlich wieder aus dem Rohr zu krabbeln. Das ist so pauschal formuliert allerdings nicht ganz richtig – ob die Achtbeiner überleben, hängt laut „chip.de“ zunächst einmal von zwei Faktoren ab.

Punkt eins: Ist der Staubsaugerbeutel leer oder voll

Im ersten Fall wird die Spinne beim Aufsaugen mit voller Wucht gegen das Ende des Staubsaugergehäuses geschleudert, was in der Regel ihren Tod bedeutet. Befinden sich jedoch bereits Staub und Schmutz im Beutel, fungiert dies als eine Art Polster, so dass das Tier weich landen und tatsächlich überleben kann.

Punkt zwei: Die Saugkraft

Hat man seinen Staubsauger auf die höchste Stufe eingestellt, wird der aufgesaugte Arachnid mit über 100 km/h durch das Rohr katapultiert und hat kaum eine Chance, einen Aufprall im Gerät zu überstehen. Deutlich besser sieht es für das Tier im Falle eines zumindest etwas gefüllten Beutels aus, wenn die Saugkraft nicht so hoch eingestellt ist.

Doch ob die Spinne überlebt oder nicht, ist die Konfrontation mit einem Staubsauger so oder so eine unnötig grausame Angelegenheit für ein in den allermeisten Fällen äußerst harmloses und vor allem sehr nützliches Tier.

Wenn man eine Spinne entfernen will, ist man von daher mit einer anderen Methode deutlich besser beraten: Einfach ein Glas über das Tier stülpen, dann ein stabiles Blatt Papier oder eine Postkarte darunter schieben und ab nach draußen, um die Spinne dort wieder freizulassen.

Quelle: Chip.de