Deutschlands größte Supermarktkette Edeka befindet sich abermals in einem Händlerstreit, der dazu führt, dass diverse Produkte aus den Regalen verschwinden. Nachdem es zuletzt zu Verwerfungen in Sachen Kaffee kam, sind nun Süßwaren auf der Abschussliste.
Konkret geht es um zahlreiche Produkte des Süßwarenherstellers Storck, die demnächst nicht mehr bei Edeka verfügbar sein könnten. Hintergrund des Ganzen sind gescheiterte Verhandlungen zwischen beiden Unternehmen, da Storck offenbar nicht bereit war, Gespräche im Rahmen des internationalen Einkaufsbündnisses Epic zu führen.
Edeka ist im Rahmen des Einkaufsbündnisses Teil einer internationalen Kooperation mehrerer großer Handelsketten, die das Ziel verfolgt, ihre Einkaufsmacht zu stärken. Durch den Zusammenschluss dieser Unternehmen können sie bessere Konditionen bei Herstellern aushandeln, indem sie größere Mengen an Waren gemeinsam einkaufen. Storck lehnt es bislang jedoch ab, sich dem Einkaufsbündnis anzuschließen.
Gemäß einer Meldung der in dieser Hinsicht stets gut informierten „Lebensmittel Zeitung“ geht dies nun mit einer Ausdünnung des Storck-Sortiments in den Regalen der Edeka-Filialen einher.
Storck vertreibt in Deutschland mehr als 100 verschiedene Produkte unter unterschiedlichen Marken. Im Falle des aktuellen Preiskampfes sind unter anderem Artikel der Marken Nimm 2, Merci, Storck Riesen und Werther's betroffen.
Auch bestimmte Varianten von Knoppers und Toffifee stehen angeblich auf der roten Liste und könnten von daher demnächst nicht mehr vollumfänglich verfügbar sein. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ betont, betrifft die Reduzierung aber wohl vor allem das Randsortiment, während die wichtigsten Produkte weiterhin in den Filialen verfügbar sein sollen.
Einen Kommentar zu der aktuellen Situation und den Berichten bleibt Storck bislang schuldig. Vonseiten Edekas heißt es aber, dass momentan noch Waren der betroffenen Marken in den Lagern und Märkten vorhanden seien.
Bis die Auswirkungen des Preiskampfes bei den Kunden ankommen, dürfte es von daher noch etwas dauern. Ein anderes Szenario wäre natürlich eine baldige Klärung der Fronten. Immerhin befinde man sich der Supermarktkette zufolge in konstruktiven Verhandlungen. Wann eine Einigung erzielt werden kann, ist aktuell aber noch unklar.
:quality(90))