In der Königsklasse des Rennsports scheint es sich in den letzten Jahren zu einer Art Trend entwickelt zu haben, neue Strecken in den Formel-1-Kalender aufzunehmen. Wie nun aber bekannt wurde, soll demnächst ausnahmsweise mal ein altbekannter Austragungsort sein Comeback feiern.
Wie die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch verlautbaren ließ, soll die Formel 1 nach über 40 Jahren demnächst wieder in Madrid ausgetragen werden.
Wie es heißt, sei ein mehrjähriger Vertrag abgeschlossen worden, der vorsieht, dass die spanische Hauptstadt wieder in den Rennkalender der Rennserie aufgenommen wird. Ab 2026 sollen die Formel-1-Wagen demnach über einen Straßenkurs flitzen, der sich durch das Messegelände der Stadt schlängelt.
Da es als unwahrscheinlich gilt, dass darüber hinaus zwei weiter Rennen in den Land veranstaltet werden, gehen Experten davon aus, dass Madrid die kosmopolitische Hauptstadt der spanischen Region Katalonien ablösen wird – womöglich sogar schon früher, würden entsprechende Verhandlung spanischen Medien zufolge doch bereits laufen
Zwar steht die offizielle Ankündigung noch aus, erfolgen soll diese jedoch bereits im Laufe der nächsten Woche.
Das letzte Mal schlug der Rennzirkus seine Zelte im Jahr 1981 in Madrid auf, wo seinerzeit Rennen auf dem Circuito del Jarama stattfanden.
Auf der 3,404 Kilometer langen Rennstrecke etwas außerhalb der Stadt fand im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft insgesamt neunmal der Große Preis von Spanien statt. Verglichen mit dem Standard, den seinerzeit als moderner geltende Kurse aufwiesen, befand man den Circuito del Jarama jedoch schließlich als zu eng.
Dass die Kritiker damit Recht hatten, erwies sich eindrücklich ausgerechnet beim letzten dort ausgetragenen Formel-1-Grand-Prix, als Gilles Villeneuve in seinem Ferrari 126CK vor allem deshalb den Sieg davontrug, weil sein Bolide in den Kurven von seinen Verfolgern nicht überholt werden konnte – dabei waren diese aufgrund des problematischen Fahrverhaltens doch eigentlich die Schwäche des Wagens, der auf der Start-Ziel-Geraden dann wiederum die Stärken seines leistungsstarken Turbomotors ausspielen konnte.
Und so kam es dann, dass am Ende die ersten fünf Fahrer innerhalb von nur 1,24 Sekunden über die Ziellinie rasten.
In der Folgezeit wurde die Strecke noch für die Motorrad-GP genutzt, bis auch diese abwanderte. Heutzutage finden auf dem Kurs lediglich noch Sportwagen- und Motorradrennen sowie ein Lauf der Truck-Racing-Europameisterschaft statt.
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