Schon bald stellt die Deutsche Post ein Angebot ein, das es dort bereits seit knapp 120 Jahren gibt. Grund für diese Entscheidung ist nach Angaben des Unternehmens die stetig sinkende Nachfrage.

Konkret geht es um den Internationalen Antwortschein (IAS). Dabei handelt es sich um ein Postwertzeichen, das es dem Empfänger eines Briefes ermöglicht, dem Absender auf dessen Kosten zu antworten – unabhängig davon, in welchem Land sich beide befinden. Der Schein wird vom Weltpostverein (UPU) herausgegeben und in vielen Ländern von den jeweiligen Postunternehmen akzeptiert.

Der IAS ist quasi eine Art Gutschein, der an Postschaltern weltweit eingelöst werden kann und eine nützliche Option darstellt, wenn der Empfänger einer Auslandsnachricht das Porto für seine Antwort nicht selbst tragen soll. Dazu fügt man den IAS der Auslandssendung einfach bei; der Empfänger kann den Gutschein bei seinem örtlichen Postamt dann bequem gegen ein Porto-Äquivalent für einen einfachen internationalen Luftpostbrief eintauschen.

Das Ende des Internationalen Antwortscheins

Die Deutsche Post bot den IAS bislang für den zuletzt aktuellen Preis von 2,00 Euro über ihre Online-Plattform eFiliale an, doch damit ist ab dem 1. Juli 2025 Schluss.

Antwortscheine, die bis zu diesem Stichtag gekauft wurden, behalten allerdings ihre Gültigkeit und können noch bis Ende 2026 eingelöst werden. Auch internationale Antwortscheine aus dem Ausland, die den geltenden Bedingungen entsprechen, werden weiterhin bei der Deutschen Post akzeptiert.

Der Internationale Antwortschein wurde erstmals am 26. Mai 1906 vom Weltpostverein (UPU) auf dem Weltpostkongress in Rom beschlossen. Seine weltweite Einführung folgte dann am 1. Oktober 1907. Seit diesem Zeitpunkt bot die Deutsche Post das System als Mitglied des Weltpostvereins an.

Die Nutzung des Internationalen Antwortscheins ist inzwischen allerdings stark rückläufig, da E-Mail und andere digitale Kommunikationsformen ihn weitgehend ersetzt haben. Einige Länder verkaufen oder akzeptieren ihn daher schon gar nicht mehr.

Quelle: chip.de