Im Sommer 2024 kehrt die Fußball-Europameisterschaft endlich wieder nach Deutschland zurück. Wenn es auf dem Platz und auf den Straßen auch nur annährend so friedlich und gut gelaunt zugeht wie zu Zeiten des legendären Sommermärchens 2006, dann steht uns ein freudiges und hoffentlich auch denkwürdiges Ereignis ins Haus. Damit einher geht aber natürlich auch eine große Herausforderung für den Nah- und den Fernverkehr.

Die Bahn will dieser mit entsprechenden Konditionen schon im Vorfeld begegnen und hat deshalb eine Reservierungspflicht angekündigt, die zwischen dem 1. Juni und 1. September 2024 für fast alle grenzüberschreitenden Fernzüge Gültigkeit haben soll.

Wer in dieser Zeit von Deutschland ins Ausland reisen möchte, sollte seine Fahrt laut der Deutschen Bahn von daher so früh wie möglich planen, solange noch Sitzplätze zur Verfügung stehen. Dies gilt natürlich insbesondere dann, wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist. Einfach auf Gutdünken losfahren, und sich im Zweifelsfall genügsam in den Gang setzen, wenn man keinen Sitzplatz findet, ist im Sommer 2024 von daher nicht drin.

Nahverkehr nicht betroffen

Dies betrifft aber ausdrücklich nur den Fernverkehr. Reisen innerhalb der Landesgrenzen sind von der Maßnahme nicht betroffen und somit auch keine Regionalzüge. Wie das Portal „TravelDealz“ unter Berufung auf einen Sprecher der Deutschen Bahn berichtet, gilt die Reservierungspflicht außerdem nicht, wenn internationale Züge für innerdeutsche Strecken genutzt werden.

Auch wenn die Reservierungspflicht mit Blick auf das zu erwartende hohe Passagieraufkommen vor dem Hintergrund der Europameisterschaft sicherlich eine sinnvolle Maßnahme darstellt, könnte es zu Problemen kommen, wenn man einen internationalen Anschlusszug aufgrund einer vorherigen Verspätung verpasst – und mit einer solchen ist bei der Deutschen Bahn ja nun mal leider immer zu rechnen.

In einem solchen Fall müsste man die Reservierung umbuchen lassen. Da dabei allerdings natürlich nicht garantiert werden kann, dass im Folgezug auch Platz ist, müsste man im schlimmsten Fall solange warten, bis eine Bahn eintrudelt, in der noch etwas frei ist. Wenn möglich, sollte man von daher prüfen, ob gegebenenfalls nicht auch ein reservierungsfreier Regionalzug über die Grenze fährt. Zwar ist im Nahverkehr mit proppenvollen Zügen zu rechnen, aber das ist immer noch besser, als Stunden oder gar Tage an einem Bahnhof festzustecken.

Immerhin: Im Zuge der Reservierungspflicht ist die Buchung eines Sitzplatzes während des Zeitraums der Gültigkeit gratis – selbst dann, wenn man ein günstiges Sparpreis-Ticket benutzt.

Quelle: netzwelt.de