Coca-Cola hat eine neue Flaschengröße ins Sortiment aufgenommen. Nach Angaben des Unternehmens ist dies die erste neue Verpackung im Bereich der großen Einwegflaschen über 0,5 Liter seit 17 Jahren.

Künftig soll nun also die neue 0,85-Liter-PET-Flasche das bestehende Angebot ergänzen, das bereits Größen von 0,33 Liter bis zu 2 Litern umfasst. Als Begründung für die Einführung des neuen Flaschenformats führt das Unternehmen unter anderem „veränderte Haushaltsstrukturen“ an.

Auf der offiziellen Website heißt es: „Die Zahl kleinerer Haushalte hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und wird nach Angaben des Statistischen Bundesamtes weiter steigen.“

Trend zu kleineren Packungsgrößen

Laut Arne Koslowski, seines Zeichens Vice President Commercial Development bei Coca-Cola Europacific Partners Deutschland, gebe es bei kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken einen Trend hin zu kleineren Packungsgrößen. „Bis zu 10 Prozent des Erfrischungsgetränke-Volumens im Lebensmitteleinzelhandel entfallen auf Verpackungen zwischen 0,5 Liter und 1 Liter.“

Dieser Entwicklung wolle man mit dem neuen Produkt Rechnung tragen und habe dazu extra drei Abfüllstandorte angepasst. Knapp 1,5 Millionen Euro sollen dafür geflossen sein.

In der Pressemeldung heißt es kurioserweise außerdem, dass es Menschen gebe, „die sich gelegentlich ein zweites Glas mit kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken gönnen möchten“. Dass dies im Falle der althergebrachten Flaschengrößen ebenfalls möglich ist, bleibt allerdings unkommentiert.

Sorge vor möglicher Shrinkflation

Nachdem Coca-Cola bereits im März das neue Flaschenformat angekündigt hatte („screen“ berichtete), hatten Verbraucherschützer Bedenken hinsichtlich einer möglichen Shrinkflation geäußert. Damit ist gemeint, dass eine Reduktion der Füllmenge nicht mit einer entsprechenden Preisreduzierung einhergeht, was faktisch einer versteckten Preiserhöhung gleichkäme.

Coca-Cola geht in der Meldung auf diesen Punkt ein und betont dort: „Die unverbindliche Preisempfehlung für den Handel liegt für die 0,85-Liter-Flasche deutlich unter der 1-Liter-PET-Einwegflasche.“ Einen konkreten Preis bleibt das Unternehmen jedoch schuldig.

Kunden sollten im Supermarkt von daher unbedingt ein Auge auf den angegebene Literpreis haben und vergleichen, anstatt blind zuzugreifen.

Quelle: watson.de