So richtig mag der Verkauf von E-Autos nicht in Schwung kommen. Der von Industrie und Politik forcierte Wandel zur E-Mobilität verläuft entsprechend schleppend. Um neue Kaufanreize zu schaffen, setzt ein Bundesland nun auf kostenloses parken.

Bayern hat eine Initiative gestartet, um den Absatz von Elektroautos zu fördern und damit die Verkehrswende voranzutreiben. Angesichts der anhaltenden Krise im Elektroautomarkt, die durch hohe Anschaffungskosten, den Wegfall von Kaufprämien und Sorgen hinsichtlich der Reichweite geprägt ist, führt das Bundesland nun eine neue Regelung ein. Diese ermöglicht es Fahrern von Elektroautos, auf gebührenpflichtigen Parkplätzen bis zu drei Stunden täglich kostenfrei zu parken.

Die entsprechende Novelle der Landesverordnung wurde bereits vom Kabinett in München beschlossen. Demnach soll die neue Regelung ab dem 1. April 2025 in Kraft treten und ist bis Ende 2026 befristet. Davon profitieren werden dann Fahrer von reinen Elektroautos, Plug-in-Hybriden sowie Brennstoffzellenfahrzeugen.

Kritik an landesweiter Umsetzung

Die neue Regelung stößt jedoch nicht überall auf Zustimmung. So hat der bayrische Städtetag bereits Bedenken geäußert, insbesondere was den Verlust an Gestaltungsspielraum für die Kommunen betrifft. Hintergrund ist dabei die Entscheidung des Kabinetts, dass lokale Behörden diese Regelung nicht außer Kraft setzen können,

In einer Stellungnahme gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ (dpa) kritisierte der Städtetag von daher die landesweite Vorgabe, die es den einzelnen Städten und Gemeinden nicht erlaube, ihre Parkraumbewirtschaftung individuell und unter Berücksichtigung lokaler Klimaschutzmaßnahmen zu gestalten.

Quelle: computerbild.de/