Bierliebhaber müssen schon bald wieder tiefer in die Tasche greifen. Im Herbst dieses Jahres planen zwei deutsche Brauereien, die Preise für ihre Bierprodukte deutlich anzuheben.

Da es sich diesmal um zwei echte Riesen am Markt handelt, dürften die Preisanpassungen auf den gesamten Markt abstrahlen. Konkret haben mit Krombacher und Veltins nämlich zwei der größten deutschen Brauereien Preisanpassungen für Flaschen- und Fassbier angekündigt.

Wie die Brauereien mitteilten, wird Krombacher – laut dem Getränkemarkt-Fachmagazin „Inside“ die beliebteste Biermarke der Deutschen – seine Preise ab dem 1. Oktober 2025 erhöhen. Veltins folgt diesem Schritt und schraubt die Preise ab dem 16. Oktober 2025 in die Höhe. Zusätzlich zu den Bierpreisen kündigte Krombacher auch eine Erhöhung der Preise für seine Bitterlimonaden an, welche die beliebte Marke Schweppes umfassen.

Als Begründung für die Preissteigerungen verweisen beide Unternehmen auf gestiegene Kosten in den Bereichen Produktion und Logistik.

Entwicklung auf Handels- und Verbraucherpreise

Von den geplanten Preissteigerungen werden insbesondere Großkunden sowie die Gastronomie betroffen sein. Laut Einschätzungen von Marktforschern könnten sich die Kosten für einen Kasten Bier im Handel um etwa einen Euro erhöhen. Ob weitere große Brauereien ebenfalls Preissteigerungen umsetzen werden, bleibt derzeit offen, ist aber sehr wahrscheinlich.

Für den Einzelhandel stellt sich nun die Frage, in welchem Umfang Handelskonzerne die gestiegenen Einkaufspreise auf die Endverbraucherpreise übertragen. Dort war nach Angaben von NielsenIQ-Marktforscher Marcus Strobl zuletzt verstärkt mit aggressiven Aktionspreisen im Biersegment geworben worden.

Während die Standardpreise für viele Biere bereits angestiegen sind, haben sich die Aktionspreise für bekannte Pilsmarken in den letzten Jahren als äußerst stabil erwiesen. Ob das auch weiterhin Bestand haben kann, wird sich zeigen. Vorerst ist aber wohl davon auszugehen, dass die Schere zwischen Aktions- und Standardpreisen noch weiter auseinanderklaffen wird.

Quelle: chip.de