Der alljährliche Blitzermarathon ist in Deutschland schon längst so etwas wie eine Tradition geworden. Und auch in diesem Jahr möchte die Polizei mit dieser Aktion verstärkt gegen Raser vorgehen.

2025 finden abermals zwei Blitzermarathons statt, die sich jeweils über eine Woche erstrecken. Der Zweck dahinter ist es, die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überwachen und damit die Verkehrssicherheit auf deutschlands Straßen zu erhöhen. Die erste dieser sogenannten „Speedweeks“ ist für den 7. bis 13. April angesetzt.

Als Hauptkontrolltag gilt dabei der 9. April. An diesem Tag wird der Blitzermarathon dann auch auf den Rest Europas ausgeweitet. Die zweite Aktionswoche ist dann für den Zeitraum vom 4. bis 10. August geplant. In beiden Fällen fällt der Marathon damit auf eine Zeit, in der viele Bundesländer Schulferien haben, also besonders viel Verkehr zu erwarten ist.

Da überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle darstellt, konzentriert sich die Polizei während eines Blitzermarathons insbesondere auf bekannte Knotenpunkte, an denen sich Unfälle erfahrungsgemäß häufen, sowie auf Bereiche in der Nähe von Schulen und Kindergärten. Kontrolliert wird innerorts, außerorts und auch auf Autobahnen.

Standorte werden noch bekanntgegeben

Die genauen Standorte der Radarfallen und Verkehrskontrollen werden wohl auch diesmal erst kurz vor den Aktionen bekannt gegeben, mit zusätzlichen Blitzern an nicht genannten Stellen muss aber dennoch stets gerechnet werden. Wie an anderen Tagen auch gilt natürlich der übliche Bußgeldkatalog.

Mit Blick auf die letzten Jahre werden wohl auch diesmal nicht alle Bundesländer teilnehmen. Für den Frühjahrsmarathon zugesagt haben bislang Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – wobei einige der Bundesländer ihre Beteiligung auf den 9. April beschränken.

Nachdem sich der erste Blitzermarathon im Jahr 2012 in Nordrhein-Westfalen als großer Erfolg erwiesen hatte, zog der große Rest Deutschlands bereits im darauffolgenden Jahr nach. Seither findet die Aktion alljährlich statt.

Der ADAC lobt diese Initiative und betont, dass die Speedweeks dazu beitragen, das Bewusstsein für die Gefahren zu schnellen Fahrens zu schärfen und die Verkehrsteilnehmer entsprechend zu sensibilisieren. „Allerdings“, so der Automobilclub, „können mit einer Aktion nicht alle Risiken im Straßenverkehr dauerhaft aus der Welt geschafft werden.“

Quelle: bild.de