Es fraglos ist ein äußerst ungünstiger Umstand, dass das Auslaufen des Nebenkostenprivilegs zum Ende Juni 2024 ausgerechnet mit der Fußball-Europameisterschaft zusammenfällt. Doch auch unabhängig davon sind Millionen Haushalte in Deutschland damit konfrontiert, neue TV-Verträge abzuschließen, wenn man nicht plötzlich auf einen schwarzen Bildschirm schauen möchte.

Kurz gesagt regelt die gesetzliche Änderung, dass die Kosten für TV-Kabelanschlüsse nicht mehr über die Nebenkosten abgerechnet werden können, und man sich als Mieter in einen Mehrparteienhaus künftig selbst um einen Anbieter oder eine alternative Empfangsmöglichkeit bemühen muss.

Damit muss sich nun fast ein Drittel aller Haushalte in Deutschland um eine neue TV-Versorgung kümmern. Es ist von daher wichtig, alsbald seine individuelle Situation zu überprüfen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um nicht plötzlich ohne Fernsehempfang dazustehen.

Viele Vermieter haben sich bereits aus den bisherigen Vertragsmodellen zurückgezogen. In mehreren Städten hat Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Vodafone vor dem Hintergrund ungerechtfertigter Nutzung von daher nun auch bereits erste Kabelanschlüsse gesperrt, wenn dort kein gültiger Vertrag mehr zwischen Mieter und Kabelnetzbetreiber bestand.

Betroffen sind laut „chip.de“ folgende Städte:
<li>Aschaffenburg</li><li>Coesfeld</li><li>Detmold</li><li>Essen</li><li>Kamp-Lintfort</li><li>Karlsruhe</li><li>Koblenz</li><li>Konstanz</li><li>Mühltal</li><li>Münster</li><li>Neustadt (Holstein)</li><li>Oldenburg</li><li>Osnabrück</li><li>Paderborn</li><li>Saarbrücken</li><li>Salzwedel</li><li>Schweinfurt</li><li>Tübingen</li><li>Weilburg</li>

Damit es nicht zu einer Sperrung kommt oder man auch sonst nicht ohne Fernsehempfang dasteht, gibt es für Nutzer eine Reihe durchaus attraktiver Optionen, unter denen man genau abwägen sollte.

Neben der Möglichkeit, einen direkten Vertrag mit Kabelanbietern wie eben Vodafone abzuschließen, stellt das Ende des Nebenkostenprivilegs eine gute Gelegenheit dar, um zum Beispiel zum TV-Streaming zu wechseln.

Streaming-Dienste wie Sky, Waipu, Zattoo und MagentaTV von der Telekom bieten allerhand Modelle, das Fernsehen über das Internet zu empfangen, oft mit der Option, den Service zunächst kostenlos zu testen. So denn die Möglichkeit dazu besteht, ist darüber hinaus auch der Empfang über Satellit oder Antenne eine Alternative.

Quelle: chip.de