Ab dem 16. November ist an deutschen Tankstellen eine Änderung in Kraft getreten, die viele Millionen Fahrzeuge betrifft. Dort ist mit Blick auf die erschwerten Umstände in der kalten Jahreszeit seither nämlich ausschließlich Winterdiesel erhältlich.

Dieser Kraftstoff enthält spezielle Additive, die das Ausflocken des Diesels bei niedrigen Temperaturen verhindern sollen. Der ADAC weist darauf hin, dass herkömmlicher Diesel bereits bei 0 Grad Celsius beginnen kann, Paraffinflocken zu bilden, welche die Batterie und den Motor beschädigen können. Der nun verfügbare Winterdiesel soll diesen Problemen vorbeugen. Allerdings können die Zusatzstoffe nicht verhindern, dass auch dieser bei Temperaturen unter minus 7 Grad Celsius ausflocken kann.

Die mehr als 15 Millionen betroffenen Dieselfahrer in Deutschland müssen sich deswegen aber nicht Sorgen, wird der Winterdiesel doch glücklicherweise zum gleichen Preis wie der übliche Diesel gehandelt. Eine Preisänderung dürfte es an den Zapfsäulen von daher nicht geben.

Präventiv tanken

Mit Blick auf die sinkenden Temperaturen rät der Automobilclub ADAC Diesel-Fahrern von daher, rechtzeitig zu tanken, um mögliche Motorschäden zu vermeiden. Insbesondere dann, wenn in dem eigenen Fahrzeug noch kein Kraftstoffheizsystem verbaut ist, welches dabei helfen kann, den Diesel bei kalten Temperaturen flüssig zu halten.

Sollte der Diesel dennoch gefrieren, ist Geduld gefragt. Das Fahrzeug wird erst wieder fahrtüchtig sein, wenn das Kraftstoffsystem idealerweise an einer trockene Stelle mit Plus-Temperaturen ausreichend erwärmt ist. Von improvisierten Lösungen wie dem Einsatz eines Föhns oder Heißluftgebläses raten die ADAC-Experten wegen der damit einhergehenden Brandgefahr dringend ab.

Der Winterdiesel wird voraussichtlich bis Ende Februar verpflichtend angeboten, bis die kalte Jahreszeit erwartungsgemäß endet.

Quelle: ruhr24.de