Da mag die Welt noch so sehr aus den Fugen geraten: Am Ende ist immer irgendwann Prime Day – so natürlich auch in diesem Jahr. Allerdings stellt sich diesmal die Frage, wie Amazon dabei mit den Strafzöllen umgeht, die der amerikanische Präsident Trump verhängt hat.

Amazon zufolge soll das Shopping-Event wie in den Vorjahren auch im gewohnten Zeitfenster im Juli stattfinden und Prime-Kunden eine Vielzahl an exklusiven Rabatten bieten. Genaue Termine wurden bislang allerdings noch nicht genannt.

Laut einer Mitteilung im offiziellen Unternehmensblog soll der diesjährige Prime Day in 24 Ländern stattfinden. Der weltweit größte Onlinehändler plant nach eigenen Angaben besondere Preisvorteile in mehr als 35 Produktkategorien, darunter in den Bereichen Elektronik, Küchenzubehör, Kosmetik und Bekleidung. Und wie immer sollen Prime-Mitglieder schnell und kostenlos beliefert werden.

Mögliche Auswirkungen durch US-Strafzölle

Speziell für Kunden in den Vereinigten Staaten könnte sich der Prime Day 2025 jedoch etwas anders gestalten, als sie es aus den Vorjahren gewohnt sind. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Reuters“ haben zahlreiche Marken und Händler angekündigt, in diesem Jahr geringere oder auch gar keine Rabatte einräumen zu wollen.

Grund dafür sind die neuen Importvorgaben, die von der US-Regierung unter Donald Trump eingeführt wurden. Diese betreffen insbesondere Waren aus China, die mit Strafzöllen in Höhe von bis zu 145 Prozent belastet werden. Weitere Abgaben könnten den Import zudem sogar noch weiter verteuern.

Kleinere Anbieter sehen sich dadurch gezwungen, auf Rabattaktionen zu verzichten, da ihre Gewinnmargen durch die gestiegenen Kosten nahezu vollständig aufgezehrt werden und die Endverbraucherpreise durch die neuen Zollregelungen in den USA spürbar gestiegen sind.

Amazon könnte daher nun verstärkt auf andere Märkte wie Deutschland und Europa allgemein setzen, um den wegbrechenden US-Markt zu kompensieren. Auch chinesische Konkurrenten wie Temu und Shein reagieren derzeit mit verstärkten Marketingaktivitäten in Europa, um Umsatzverluste auf dem US-Markt auszugleichen.

Quelle: winfuture.de