Freunde der modernen Metal-Musik, dreht die Regler auf, denn das schwedische Sextett rotiert wieder. Dies mit ihrem mittlerweile siebten Studioalbum „The Catalyst“, auf dem die Göteborger noch mal eine Schippe draufgelegt haben im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger „Manifest“. Freuen darf man sich auf diesen erfrischenden Mix aus Symphonic und Melodic Death Metal, der garniert wird mit Pop- und Elektro-Einflüssen.
Ja, das harmoniert fabelhaft, auch wenn es immer noch böse Zungen gibt, die behaupten, Pop in den Metal zu bringen, sei Frevel am Genre. Gut, dass Musik keine Grenzen kennt. Denn Amaranthe wissen nur allzu gut, diese zu sprengen und ihre ganz eigene musikalische Klangwelt zu erschaffen. Und diese ist auch auf dem neuen Dreher von der ersten bis zur letzten Minute zu hören.
Auf „The Catalyst“ geben Sopranistin Elize Ryd und Sänger Nils Molin sowie Neuzugang Mikael Sehlin in beeindruckender Harmonie den Songs eine Stimme, die das Ganze in epische Sphären hebt. Dies einmal mehr mit supereingängigen Refrains präsentiert, die einem ins Hirn brennen. Allerdings hat man dem Metal auf dieser Platte weit mehr Platz eingeräumt als zuvor. Und so geht man eigentlich nur beim Song „Stay A Little While“ vom Gaspedal und präsentiert mit diesem Stück eine mitreißende Ballade.
Die Dame und ihre Herren machen einfach richtig Laune und dass über die gesamte Spielzeit. Die Platte präsentiert sich als überaus abwechslungsreich mit tollen Arrangements. Im direkten Vergleich zum Vorgänger gehen sie dabei noch vielseitiger, breitwandiger zu Werke und haben einige Überraschungen am Start. Hier treffen im gefeierten Amaranthe-Stil epische Hymnen mit teils catchy Pop-Refrains auf biestige Metal-Kracher.
So nehmen wir als Beispiel direkt mal den Opener „The Catalyst“ mit diesem poppigen Refrain und dem Wechselspiel von epischem Gesang und bösen Growls. In eine ähnliche Kerbe schlagen so Kracher wie „Damnation Flame“, „Liberated“, „Re Vision“ und der wahrscheinlich kommende Superhit der Platte „Outer Dimensions“. Auf der anderen Seite haben wir dann Breitwand-Brecher wie „Insatiable“ oder „Interference“, die dann auf die besagte Powerballade der Platte „Stay A Little While“ springen.
Ein weiteres Highlight gibt es noch zum Ende des Albums mit dem Roxette-Cover „Fading Like a Flower“ in einer fetzigen Amaranthe-Version. Aber um zu einem Ende zu gelangen: Amaranthe hauen mit „The Catalyst“ eine durch und durch gelungene Pop-Death-Power-Metal-Scheibe mit Elektrobeats raus. Alles erklingt noch mal eine Ecke moderner und griffiger als zuvor. Diese eingängigen Melodien, biestigen Riffs und ausgeklügelten Arrangements samt durchdachtem Songwriting sorgen letztendlich einfach nur für derben Hörspaß in bester Amaranthe-Tradition.

Tracklist: 01. The Catalyst // 02. Insatiable // 03. Damnation Flame // 04. Liberated // 05. Re-Vision // 06. Interference // 07. Stay A Little While // 08. Ecstasy // 09. Breaking The Waves // 10. Outer Dimensions // 11. Resistance // 12. Find Life // 13. Fading Like A Flower
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