Inzwischen ist es ein halbes Jahrhundert her, seit der erste Golf aus dem Hause Volkswagen vom Band gelaufen ist. In der Folge sollte sich das Modell stolze 37 Millionen Mal verkaufen, was rein rechnerisch bedeutet, dass in den letzten 50 Jahren jeden Tag mehr als 2.000 Stück abgesetzt wurden. Das ist keinem anderen Wagen in der Geschichte von VW bislang gelungen.
Alleine schon deshalb ist es keine Frage, dass der Golf die wichtigste Marke im Portfolio des Autobauers aus Wolfsburg ist, die einer entsprechenden Pflege bedarf. Das aktuelle Modell fiel bei den Kunden jedoch von Anfang an komplett durch und enttäuschte mit einer ungewohnten Bedienung und Fehlern in der Software.
Mit Blick auf das Äußere fällt vor allem die Überarbeitung der LED-Beleuchtung sowie der Front- und Heckschürzen auf, ansonsten bleibt die Optik grundlegend gleich. Neu ist ferner das beleuchtete VW-Logo, wer etwas mehr zu zahlen bereit ist, bekommt außerdem ein Fernlicht mit einer Reichweite von bis zu 500 Metern obendrauf.
Die neuen Plug-in-Hybridantriebe verfügen über eine DC-Schnellladefunktion und bringen nun mehr Leistung sowie eine elektrische Reichweite von rund 100 Kilometern auf die Straße. Dem Golf GTI und dem 2.0 TSI-Motor wurde ebenfalls ein Leistungsupgrade spendiert.
Kommt der neue Golf auf den Markt, werden Kunden aus neun Antriebsarten wählen können.
Unter Mild-Hybrid fallen dabei der 1.5 eTSI mit 85/115 kW/PS und 7-Gang-Direktschaltgetriebe (DSG) sowie der 1.5 eTSI mit 110/150 kW/PS und 7-Gang-DSG.
Wer einen Plug-in-Hybrid bevorzugt, hat die Wahl zwischen dem eHybrid mit 150/204 kW/PS und 6-Gang-eDSG und dem GTE mit 200/272 kW/PS und 6-Gang-eDSG.
Turbobenziner gibt es gleich drei: den 1.5 TSI (85/115 kW/PS, 6-Gang manuell), den 1.5 TSI (110/150 kW/PS, 6-Gang manuell) und den 2.0 TSI (195/265 kW/PS, 7-Gang-DSG).
Ferner bringt VW mit dem 2.0 TDI (85/115 kW/PS, 6-Gang manuell) und dem 2.0 TDI (110/150 kW/PS, 7-Gang-DSG) auch zwei Turbodiesel.
Im inneren sorgt ein vergrößertes Zentraldisplay für frischen Wind, welches nicht länger mit dem digitalen Tacho verbunden und stattdessen nun frei auf der Instrumententafel platziert ist. Anstelle der Touchflächen am Lenkrad kommen nun wieder die altbewährten Tasten zum Einsatz, unterstützt von der ChatGPT-KI soll der Sprachassistent Ida nun außerdem genauer auf die Befehle des Fahrers reagieren können.
Unter die Assistenzsysteme reihen sich der weiterentwickelte „Park Assist Plus“ sowie der „Park Assist Pro“, der damit erstmalig in einem Golf verbaut wird und das Ein- und Ausparken per Smartphone ermöglicht. Gänzlich neu ist die sogenannte „Area View“, die beim Rangieren eine 360-Grad-Rundumsicht erlaubt.
Mit dem neuen Modell kommen fünf neue Alufelgen-Designs in Größen bis 19 Zoll und vier neue Lackierungen in den Farben Crystal Ice Blue Metallic, Anemonenblau Metallic, Oystersilber Metallic und Grenadillschwarz Metallic. Die Versionen R-Line, GTE und GTI bekommen Käufer außerdem optional mit einem schwarz lackierten Dach.
Die Markteinführung für den überarbeiteten Golf ist für das Frühjahr angesetzt. Hinsichtlich der Preise gibt es von VW bislang noch keine konkreten Informationen.
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