Pfandautomaten sind durchaus sinnvoll, jedoch nicht unbedingt die praktischsten Geräte. Immer mal wieder kommt es vor, dass der Strichcode nicht erkannt wird, die Teile sind häufig verstopft und damit außer Betrieb, vor allem aber muss man jede Flasche oder Dose einzeln einlegen, was ständig zu Schlangen und genervten Gesichtern an den Rückgabestellen führt.
Das muss doch besser gehen, dachte sich ein Geschäftsmann aus Niedersachsen und schaffte sich für seinen Edeka-Markt prompt einen Pfandautomaten mit besonders großen Appetit an.
„Ich konnte mir die langen Schlangen nicht mehr ansehen“, erklärt Supermarkt-Chef Jonas Meyer gegenüber „Bild“ und betont, dass sein neuer Pfand-Schlucker zwar so teuer wie ein Mittelklassewagen sei, die Investition sich jedoch gelohnt habe.
Dazu schüttet man alles einfach in die dafür vorgesehene große Öffnung, woraufhin sich eine Klappe schließt und die Sensoren des Gerätes mit dem Abtasten des im Inneren durchgerührten Leergutes beginnen. Spätestens nach zwei Minuten spuckt der „Tomra R1“ den Pfandbon aus.
Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass man sein Leergut nicht mehr aus siffigen und klebrigen Tüte fischen muss, so dass die Hände stets sauber bleiben – für den Notfall steht aber immer noch ein Waschbecken bereit. Zwar sei die Bedienung „super easy“, Meyer hat aber trotzdem ein Erklärvideo auf YouTube hochgeladen, welches seither fast 470.000-mal aufgerufen wurde.
In den Kommentaren zeigen sich die User begeistert. „Wir werden unseren Enkeln in 30 Jahren erzählen, wie wir händisch jede Flasche einzeln in den Automaten werfen mussten. Das ist die Zukunft!“ ist dort zu lesen, oder auch: „Das brauchen wir jetzt bloß noch in ganz Deutschland!“
Während es etwa in skandinavischen Ländern bereits zum Alltag gehört, findet man das System hierzulande jedoch nur vereinzelt. Das weiß auch Meyer: „Damit haben wir in unserem Markt ein Alleinstellungsmerkmal und hoffen auf noch mehr Kunden.“
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