Mitten in einer Phase, in der Konsolenfans auf Ankündigungen zur nächsten PS5-Generation hoffen, überrascht Sony mit einer klaren Kurskorrektur. Denn die PlayStation 5 Digital Edition wird ab sofort teurer – und zwar deutlich. Während die Standard-Edition mit Laufwerk vom Preisanstieg verschont bleibt, wird für das digitale Modell nun tiefer in die Tasche gegriffen.
Gleichzeitig senkt Sony überraschend den Preis des externen Laufwerks. Zum 14. April 2025 wurde demnach der Preis der PS5 Digital Edition in Europa offiziell erhöht. Statt wie bisher 449,99 Euro, liegt die neue unverbindliche Preisempfehlung jetzt bei 499,99 Euro. Das entspricht einem Plus von 50 Euro. Auch im Vereinigten Königreich zieht Sony nach. Dort steigt der Preis von 389.99 Pfund auf 429.99 Pfund.
Die PS5 mit integriertem Ultra HD Blu-ray-Laufwerk bleibt hingegen stabil bei 549,99 Euro. Eine ähnliche Preispolitik ist auch in Australien und Neuseeland zu beobachten. Auch dort steigen die Preise in beiden Märkten leicht. Interessanterweise bleibt die angekündigte PS5 Pro vorerst unangetastet. Sony hat für das leistungsstärkere Modell bislang keine Preisänderung angekündigt. Die UVP liegt hier weiterhin bei rund 800 Euro.
Parallel zur Preiserhöhung für das rein digitale Modell sorgt Sony allerdings für eine positive Überraschung. Das separate PS5-Laufwerk, das an die Digital Edition angeschlossen werden kann, wird günstiger. Ab sofort liegt die neue UVP bei 79,99 Euro. Ganz klar eine deutliche Reduktion gegenüber dem bisherigen Preis von 119,99 Euro. Auch international sinken die Preise für das separate PS5-Laufwerk.
Ob diese Preisanpassung als Ausgleich für die Digital-Käufer gedacht ist, bleibt indes offen. Die neue Preisstruktur macht jedoch deutlich, dass Sony offenbar mehr Flexibilität beim Hardware-Ökosystem schaffen möchte – und gleichzeitig Einnahmen durch modulare Upgrades generieren will. Warum Sony ausgerechnet jetzt an der Preisschraube dreht, erklärt Isabelle Tomatis, Vice President Global Marketing bei Sony Interactive Entertainment:
„Aufgrund des herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes, einschließlich hoher Inflation und schwankender Wechselkurse“, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen. Diese Aussage ist übrigens kein Einzelfall. Schon bei der letzten Preiserhöhung 2022 berief sich Sony auf ähnliche wirtschaftliche Faktoren. Die Preisstrategie unterscheidet sich je nach Markt. Während Europa und Ozeanien konkret betroffen sind, bleiben beispielsweise die USA bislang außen vor.
Mit der aktuellen Anpassung sendet Sony jedoch ein klares Signal. Die Hardware bleibt ein aktiver Bestandteil der Umsatzstrategie – auch Jahre nach dem ursprünglichen Launch. Dass dabei ausgerechnet die Digital Edition teurer wird, wirft ein Licht auf die zunehmende Bedeutung digitaler Vertriebsmodelle. Wer auf Disc-Versionen verzichten kann, zahlt nun mehr – es sei denn, er investiert zusätzlich in das jetzt günstigere Laufwerk.
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