Segway Navimow stellt auf der IFA 2026 den neuen Mähroboter Navimow H5 Pro vor. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören ein ausfahrbarer Mäharm für die Kantenpflege, Allradantrieb sowie eine Kombination aus Kameras, LiDAR und Wärmebildsensor zur Navigation und Erkennung von Kleintieren.

Im Mittelpunkt steht der sogenannte EdgeMaestro-Arm, der sich um 7,7 Zentimeter seitlich ausfahren lässt. Dadurch soll die Mähscheibe unmittelbar an feste Begrenzungen wie Mauern, Zäune und Terrassen sowie an Beete, Sträucher und unregelmäßig geformte Rasenkanten gelangen. Gesteuert wird das System von der EdgeSense-Software, die Bewegungen des Mäharms während der Fahrt anpasst.

Der Mäharm ist schwimmend und omnidirektional gelagert, um Bodenunebenheiten auszugleichen und bei seitlichem Kontakt mit Hindernissen nachzugeben. Zwei Führungsräder sollen die Reibung an Begrenzungen reduzieren, während ein integriertes System Grashalme an den Kanten in Richtung der Mähscheibe führt. Für Fläche und Rand kommt dabei dieselbe Mähscheibe zum Einsatz. Beim Kantenmähen gibt Navimow den Geräuschpegel mit 58 dB(A) an.

Für anspruchsvolleres Gelände besitzt der H5 Pro den Xero-Turn-Allradantrieb mit einzelnen Radnabenmotoren an allen vier Rädern. Der Mähroboter soll damit Steigungen von bis zu 80 Prozent beziehungsweise 38,6 Grad bewältigen und Hindernisse sowie Vertiefungen mit bis zu sechs Zentimetern Höhenunterschied überwinden. Je nach Situation kann die Lenkung zwischen Drehungen auf der Stelle und konventionellen Lenkbewegungen wechseln.

Wärmebildsensor soll Igel und andere Kleintiere erkennen

Für die Positionsbestimmung kombiniert das EFLS Tri-Fusion-System LiDAR, optische Erfassung und NRTK-Navigation. Je nach Umgebung sollen die drei Verfahren unterschiedlich gewichtet werden. Das VisionFence-360°-System ergänzt drei KI-Kameras und LiDAR um thermische Infrarotsensorik. Erkennt der H5 Pro ein Tier oder ein anderes Hindernis, stoppt er und passt anschließend seine Route an.

Parallel zur Vorstellung des Mähroboters hat Navimow eine mindestens einjährige Zusammenarbeit mit der Igelhilfe Schulzendorf e.V. angekündigt. Das Unternehmen unterstützt den Verein finanziell und operativ bei Rettung, Behandlung und Aufklärungsarbeit. Geplant sind außerdem kontrollierte Produkttests in der Pflegestation, gemeinsam erstellte Informationsangebote und öffentliche Aktionen im Herbst.

Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf dem Schutz von Igeln, die bei Gefahr häufig nicht fliehen, sondern sich einrollen. Navimow spricht sich deshalb für Nachtfahrverbote von Mährobotern aus und bietet in seiner App einen entsprechenden Modus an. Die Kombination aus optischer KI-Erkennung und Wärmebildsensor soll Kleintiere auch bei Dunkelheit, Nebel oder schlechtem Wetter erkennen und in diesem Fall die Messer stoppen. Die Erfahrungen aus den Tests mit der Igelhilfe sollen in die Weiterentwicklung der Sicherheitsfunktionen einfließen.

Aus der Zusammenarbeit stammt außerdem die Empfehlung, einen Teil des Gartens als Rückzugsort für Igel und andere Kleintiere ungemäht zu lassen. Eine solche Fläche kann in der Navimow-App als „No-Go-Zone“ markiert werden. Der Navimow H5 Pro wurde bereits vor der Messe mit dem CHIP Highlight Award 2026 zur IFA ausgezeichnet.