Google hat kürzlich ein Sicherheitsupdate für Android veröffentlicht, das insgesamt 43 identifizierte Schwachstellen schließt – darunter zwei besonders kritische Lücken, die bereits aktiv von Angreifern genutzt werden.

Eine der gravierendsten Sicherheitslücken wurde in Verbindung mit einem Spionagefall entdeckt, bei dem serbische Behörden involviert waren. Wie das Portal „Bleeping Computer“ berichtet, sollte das Smartphone eines studentischen Aktivisten mithilfe einer Zero-Day-Exploit-Kette ausgespäht werden, die von der israelischen Forensik-Firma Cellebrite entwickelt wurde. Zweck der Attacke war es, das Gerät zu entsperren und Spyware zu installieren.

Dieser Fall beweist, dass die Schwachstellen im Android-System eine sogenannte „Remote Code Execution“ und damit einen Systemzugriff aus der Ferne ermöglichen. Weiterhin verweist Google auf die Sicherheitslücken mit dem Bezeichnungen CVE-2024-53197 sowie CVE-2024-50302. Konkret klaffen diese im Linux-Kernel, speziell bei den USB-Treibern, weshalb hier Angriffe über ein per USB angeschlossenes externes Gerät erfolgen können.

Weitere Lücken

Ebenfalls als schwerwiegend gilt die Schwachstelle CVE-2024-43093, über die potenzielle Angreifer in der Lage sind, den Zugriffsschutz von Systemverzeichnissen zu umgehen und administrative Rechte zu erlangen. Besonders betroffen sind dabei die Verzeichnisse „Android/data“, „Android/obb“ und „Android/sandbox“ nebst Unterverzeichnissen.

Neben diesen spezifischen Problemen behebt das Update 41 weitere Schwachstellen, von denen zehn als kritisch und die anderen als hochriskant eingestuft wurden. Die Sicherheitslücken umfassen verschiedene Bereiche des Betriebssystems und betreffen primär die Sicherheit und Integrität der Nutzerdaten.

Google hat bereits mit der Verteilung der Sicherheitspatches begonnen, die im Laufe der nächsten Tage alle Nutzer erreichen sollten. Die Verfügbarkeit variiert jedoch je nach Gerätehersteller, weshalb nicht alle Android-Geräte gleichzeitig das Update erhalten. Im Hintertreffen sind dabei insbesondere ältere Modelle, die möglicherweise keine offiziellen Updates mehr bekommen und somit dauerhaft anfälliger für Angriffe bleiben.

Quelle: techbook.de