Wenn man bedenkt, wie sehr man sich vor gar nicht allzu langer Zeit noch mit diesen faltbaren Straßenkarten herumärgern musste, erscheinen moderne Kartendienste immer noch wie Science-Fiction. Und doch sind sie inzwischen nicht nur Alltag – sie werden auch noch immer besser.

In dieser Hinsicht ganz weit vorne hat Google mal wieder eine neue Aktualisierung für seinen Kartendienst Google Maps veröffentlicht, die Autofahrern diesmal erweiterte Warnoptionen bietet. Das Update, das nun schrittweise ausgerollt werden soll, ermöglicht es, spezifische Gefahren wie schlechte Sichtverhältnisse, nicht geräumte Straßen oder unpassierbare Fahrbahnen zu melden, um andere Verkehrsteilnehmer über das digitale Kollektiv frühzeitig über aktuelle und potenziell gefährliche Bedingungen zu informieren.

Neue Warnoptionen für Wettergefahren

Laut „Android Police“ umfasst das Update erweiterte Meldefunktionen für wetterbedingte Verkehrsrisiken, wie etwa Nebel, vereiste und überflutete Straßen oder auch Gegenstände auf der Fahrbahn. Diese Funktionen sind künftig im Menü „Unfall melden“ innerhalb von Android Auto integriert.

Die neuen Funktionen sind zunächst nur für Autofahrer mit Android Auto verfügbar. Das Update soll später aber auch flächendeckend für alle anderen Android-Nutzer zugänglich gemacht werden. Auch iOS-Nutzer sollen nach und nach von den neuen Features profitieren.

Verbesserung der Verkehrsmeldungen

Google hatte schon zuvor verschiedene Funktionen zur Optimierung der Verkehrsmeldungen in seinen Kartendienst integriert. Im November wurde beispielsweise die Option zur Meldung von Polizeipräsenz überarbeitet. Die frühere Bezeichnung „Radarfalle“ wurde dabei durch die allgemeinere Bezeichnung „Polizei“ ersetzt, um sämtliche polizeilichen Aktivitäten am Straßenrand erfassen zu können. In Android Auto erscheint diese Option nun an oberster Stelle der Liste.

Darüber hinaus kooperiert Google bereits seit dem letzten Sommer mit dem Navigationsdienst Waze, wodurch Unfallmeldungen zwischen den beiden Plattformen geteilt werden können. Meldungen von Waze erscheinen in Google Maps seither mit einem entsprechenden Quellhinweis. Nutzer haben daraufhin die Möglichkeit, diese zu „bestätigen“, um die Gewichtung der Meldung zu erhöhen.

Zudem wurde unlängst eine neue Funktion zur Anzeige von wetterbedingten Verspätungen eingeführt. Dank dieser lässt sich schon vor Fahrtantritt überprüfen, ob und wie die aktuellen Witterungsbedingungen die Reisedauer sowie den öffentlichen Nahverkehr beeinflussen könnten.