Im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O 2025 hat Google umfassende Neuerungen für Android Auto vorgestellt. Demnach sollen auf kompatiblen Fahrzeugdisplays künftig auch Video-Streaming- und Browser-Anwendungen verfügbar sein – unter bestimmten Bedingungen jedenfalls.

Die Idee dahinter ist klar: Wenn man schon Wartezeiten im Auto verbringen muss, warum dann nicht auch Videos auf dem Infotainment-System schauen? Sitzt man in einem – wie Google einschränkt – „kompatiblen Auto“, benötigt man dazu künftig nur ein Smartphone mit mindestens Android 16.

Die Funktion soll bereits ab dem 3. Juni 2025 zunächst Nutzern von Pixel-Geräten im Rahmen einer Beta-Version zur Verfügung gestellt werden. Nutzer anderer Marken erhalten erst später im Verlauf des Jahres oder Anfang 2026 Zugang.

Ein zentrales Sicherheitsprinzip steht dabei aber über allem: Die Nutzung der Video-Funktion ist ausschließlich im geparkten Zustand des Fahrzeugs möglich. Laut einem Beitrag im „Android Developer Blog“ unterliegt das Feature entsprechend klaren Einschränkungen, um nicht nur den eigenen Sicherheitsrichtlinien, sondern auch den gesetzlichen Regelungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) zu entsprechen.

Die Einschränkungen gelten für alle App-Kategorien, bei denen visuelle Inhalte im Vordergrund stehen – so auch für die Browser-Apps, die ebenfalls „bald“ auf Android Auto Einzug halten.

Wetter und KI

Darüber hinaus setzt Google verstärkt auf die Integration der eigenen KI-Plattform Gemini, um Sprachsteuerung und Multitasking im Auto zu verbessern. Künftig soll es etwa möglich sein, Navigationsziele direkt aus einer E-Mail zu extrahieren und per Sprachbefehl zu starten. Der Rollout dieser Funktionen ist für die kommenden Monate geplant.

Eine weitere Neuerung betrifft Wetter-Anwendungen, die die Beta-Phase nun offiziell verlassen haben. Entwickler können ihre Apps damit künftig direkt im Google Play Store veröffentlichen, sofern sie den Qualitätsrichtlinien von Google entsprechen. Eine separate Genehmigung ist nicht mehr erforderlich.

Um die Entwicklung von Auto-Apps zu erleichtern, wurden zudem neue Programme und Tools vorgestellt. Dazu zählen drei Qualitätsstufen für Anwendungen: „Car ready“, „Car optimized“ und „Car differentiated“.

Während „Car ready“ auf eine möglichst einfache Anpassung bestehender Apps für den geparkten Betrieb abzielt, umfassen die anderen beiden Kategorien stärker integrierte und während der Fahrt sichere Nutzungsszenarien. Ergänzend stellt Google neue Designvorlagen in Figma bereit und bietet Beta-Programme für Medien-, Kommunikations- und Spiele-Apps.

Quelle: t3n.de