Einer aktuellen Studie zufolge sollen moderne Smart-TVs der Hersteller Samsung und LG in regelmäßigen Abständen Screenshots des Bildschirms erstellen. Die von internationalen Forschern aus Großbritannien, Spanien und den USA durchgeführte Untersuchung zeigt, dass die Fernseher zudem selbst dann ungefragt aktiv sind, wenn externe Geräte wie Konsolen oder Laptops über HDMI angeschlossen sind.
Die Ergebnisse der Wissenschaftler belegen, dass Samsung-Fernseher alle 500 Millisekunden einen Screenshot machen, LG-Fernseher sogar alle zehn Millisekunden. Die dabei gesammelten Daten werden dann in regelmäßigen Intervallen an die Server der jeweiligen Hersteller gesendet – im Falle von Samsung einmal pro Minute, LG-Geräte übertragen die Screenshots alle 15 Sekunden.
Wie es heißt, landen dabei aber nicht alle erstellten Screenshots tatsächlich auch auf den Servern. Inhalte, die über Drittanbieter-Apps wie Netflix oder YouTube abgespielt werden, insbesondere wenn diese von einem Smartphone oder Laptop gespiegelt werden, sind von diesem Tracking ausgeschlossen, welches sich hauptsächlich auf Inhalte konzentriert, die über Antennenfernsehen oder HDMI-verbundene Geräte wiedergegeben werden.
Laut dem Forscherteam wird die Funktion, die für das Erstellen der Screenshots verantwortlich ist, als Automatic Content Recognition (ACR) bezeichnet. Angeblich dient sie dem Zweck, das Sehverhalten der Nutzer zu verfolgen, um gezielte Werbung ausspielen zu können.
Wer damit nicht einverstanden ist, kann diese Funktion über die Datenschutzeinstellungen seines Smart-TVs allerdings auch deaktivieren. Bei Samsung lässt sich das ACR-Tracking unter „Support“ und „Nutzungsbedingungen“ deaktivieren, indem die „Viewing Information Services“ abgeschaltet werden.
Bei LG ist das Abschalten der Funktion „Live Plus“ erforderlich, was zuvor jedoch das Durchlaufen von sechs bis elf verschiedenen Optionen in den TV-Einstellungen erfordert.
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