Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat kürzlich eine Warnung wegen mehrerer Schwachstellen in den weit verbreiteten Browsern Chrome und Edge herausgegeben. Diese Sicherheitslücken ermöglichen es Angreifern, beliebigen Code auf den betroffenen Systemen auszuführen oder gezielte Angriffe über das Internet zu starten.

Betroffen sind Desktop-Versionen der Browser unter den Betriebssystemen Windows, macOS und Linux. Konkret betreffen die Schwachstellen die Versionen bis 127.0.6533.73 bei Chrome und bis 127.0.2651.74 bei Edge. Auf der sogenannten CVSS-Skala erreicht das Basis-Risiko 8,8 Punkte und das temporäre Risiko 7,7 Punkte, womit die identifizierten Schwachstellen zwar unter der höchsten Warnstufe liegen, aber immer noch sehr ernst zu nehmen sind.

Google und Microsoft haben bereits entsprechende Updates bereitgestellt, welche die Sicherheitslücken schließen sollen, mit Blick auf die potenziell schwerwiegenden Folgen, fordert das BSI Nutzer dringend auf, diese umgehend zu installieren.

Update erforderlich

Die Benutzeroberflächen der beiden Browser zeigen jeweils Hinweise zur Aktualisierung an. Bei Chrome befindet sich neben der Adresszeile ein Feld mit der Aufschrift „Zum Aktualisieren neu starten“, das per Mausklick eine Aktualisierung und einen erforderlichen Neustart des Browsers auslöst. Edge markiert das Menü-Icon mit einem unauffälligen Update-Hinweis.

Nutzer von anderen Chromium-basierten Browsern wie Brave oder Opera sollten ebenfalls überprüfen, ob Updates verfügbar sind, da auch diese potenziell betroffen sein könnten. Nutzer des Browsers Firefox sind von diesen speziellen Problemen nicht betroffen.

Insgesamt weist das BSI darauf hin, dass die Schwachstellen ernst zu nehmen sind, da die Marktanteile von Chrome und Edge zusammen weltweit über 78 Prozent für Desktop-Systeme betragen, wodurch eine sehr große Anzahl von Nutzern potenziell betroffen ist.

Die Schwachstellen sind unter anderem mit den Bezeichnungen CVE-2024-6988 bis CVE-2024-7005 registriert, wobei detailliertere Informationen zu den einzelnen Sicherheitslücken noch ausstehen.

Quelle: chip.de