Normalerweise sollen Saugroboter bloß den Dreck vom Boden aufsammeln. Einem kürzlich veröffentlichten Bericht der australischen Nachrichtenplattform „ABC News“ zufolge, könnten es die praktischen Helfer im Haushalt allerdings auch auf unsere Daten abgesehen haben.

Konkret stellt der Bericht die Datensicherheit von Saugrobotern der Marke Ecovacs infrage. Diese sind mit der AIVI-Technologie („Artificial Intelligence and Visual Interpretation“) ausgestattet, die Kameras und künstliche Intelligenz nutzt, um Hindernisse zu erkennen und die Reinigungsleistung zu optimieren.

Im Sinne der Reinigung des Haushaltes ist ein solches System natürlich recht nützlich, wie es heißt, können die Geräte allerdings auch detaillierte 3D-Karten der Wohnungen ihrer Nutzer erstellen und sogar sowie Gespräche und Videos aufzeichnen. Ecovacs verwendet diese Daten laut Bericht zu Forschungs- und Entwicklungszwecken.

Privatsphäre in Gefahr

Die Untersuchungen, die von Sicherheitsforscher Dennis Giese in Zusammenarbeit mit Julian Fell von „ABC News“ durchgeführt wurden, haben in diesem Zusammenhang nun erhebliche Sicherheitslücken aufgedeckt. Die Forscher demonstrierten, wie einfach es sein kann, auf die Kameras und Mikrofone der Ecovacs-Roboter zuzugreifen und wie gefährdet die Privatsphäre der Nutzer und deren sensible Daten damit sind.

Die Ergebnisse dieser Recherchen haben eine breite Diskussion über die Notwendigkeit von Kameras in Saugrobotern entfacht. Viele Nutzer und Experten hinterfragen nun, ob audiovisuelle Technik für die Reinigungsleistung tatsächlich erforderlich ist oder ob alternative Technologien wie LiDAR- und IR-Sensoren nicht ebenfalls effektiv Hindernisse erkennen können, ohne dabei ein Sicherheitsrisiko für den Datenschutz darzustellen.

Quelle: chip.de