Apple bereitet offenbar den Einstieg in ein völlig neues Marktsegment vor. Laut aktuellen Berichten arbeitet der Konzern an einem besonders preiswerten Macbook, das erstmals mit einem iPhone-Chip ausgestattet sein soll. Das Gerät, intern unter dem Codenamen J700 entwickelt, könnte für weit unter 1000 Dollar auf den Markt kommen.

Einstieg ins Billig-Notebook-Segment

Bislang waren Macbooks stets im Premiumbereich angesiedelt, doch das soll sich bald ändern. Analyst Ming-Chi Kuo hatte bereits im Sommer darauf hingewiesen, dass Apple ein Macbook zum Sparpreis plane. Nun bestätigt Bloomberg-Reporter Mark Gurman diese Informationen und liefert zusätzliche Details. Das geplante Notebook soll demnach "deutlich unter 1.000 Dollar" kosten und damit gezielt Käuferinnen und Käufer von Chromebooks oder preisgünstigen Windows-Geräten ansprechen. Auch Nutzer, die statt eines iPads ein klassisches Notebook bevorzugen, könnten damit erreicht werden.

Für Apple wäre dies ein strategischer Schritt, um den Absatz seiner Computerreihe zu erweitern. Während Chromebooks und günstige Laptops anderer Hersteller im Bildungs- und Einsteigerbereich stark verbreitet sind, blieb Apple bislang außen vor. Mit einem günstigen Macbook könnte das Unternehmen in diesem Segment erstmals Fuß fassen und gleichzeitig neue Zielgruppen erschließen.

iPhone-Chip sorgt für geringere Leistung

Das neue Modell soll statt eines M4-Prozessors, wie er derzeit im Macbook Air eingesetzt wird, einen modernen iPhone-Chip erhalten. Dieser Schritt bringt zwar Leistungseinbußen mit sich, ermöglicht aber den deutlich niedrigeren Preis. Laut Gurman seien die geplanten Geräte vor allem für alltägliche Anwendungen wie Internetrecherche, Textverarbeitung oder einfache Bildbearbeitung gedacht.

Interne Tests sollen jedoch gezeigt haben, dass der verbaute Smartphone-Chip immer noch stärker ist als ältere Macbook-Prozessoren wie der M1. Damit würde das Einsteigergerät eine solide Leistung für Basisaufgaben bieten, ohne mit den High-End-Modellen zu konkurrieren. Auch beim Display plant Apple offenbar Einsparungen: Ein rund 13 Zoll großes LC-Panel soll zum Einsatz kommen, während die teureren Modelle weiterhin auf hochwertige Mini-LED-Technik setzen.

So viel soll das neue Macbook kosten

Mit dem Macbook J700 könnte Apple erstmals ein Gerät anbieten, das preislich mit den Premium-Versionen von Chromebooks konkurriert. Diese kosten meist um die 600 Dollar, also ebenso viel, wie Gurman auch für das neue Apple-Notebook erwartet. Zum Vergleich: Das derzeit günstigste Macbook Air startet bei 999 Dollar, ein iPad mit Tastatur liegt ebenfalls im Bereich von 600 Dollar.

Quelle: t3n.de