OpenAI entwickelt ChatGPT stetig weiter – nun steht ein besonders praktisches Feature in den Startlöchern: der sogenannte Agentenmodus. Mit dieser neuen Funktion soll der KI-Chatbot künftig nicht nur Informationen liefern, sondern auch aktiv im Internet Aufgaben übernehmen. Dabei verspricht der Anbieter eine Mischung aus Komfort, Kontrolle und klaren Sicherheitsgrenzen. Doch wie weit geht der neue Modus wirklich?
Der Agentenmodus soll es ermöglichen, ChatGPT mit konkreten Aktionen im Netz zu beauftragen. Denkbar ist etwa, dass die KI automatisch Webformulare ausfüllt und abschickt, Reisebuchungen übernimmt oder andere digitale Aufgaben erledigt – sofern der Nutzer die erforderlichen Berechtigungen erteilt. Ermöglicht wird dies durch sogenannte Konnektoren, mit denen der Chatbot auf Dienste Dritter wie Gmail, Onedrive oder Dropbox zugreifen kann.
Damit das System im Alltag sicher bleibt, zieht OpenAI klare Grenzen: Tätigkeiten im Bereich des Online-Bankings, das Erteilen von Rechtsberatung oder das Ausführen illegaler Anweisungen sollen durch technische Hürden unterbunden werden. Dennoch bleibt offen, wie zuverlässig diese Sicherheitsmechanismen langfristig greifen – insbesondere, wenn es um die Kombination mehrerer Aufgaben oder die Auswertung sensibler Inhalte geht.
OpenAI betont, dass Nutzerinnen und Nutzer stets die Kontrolle über alle Aktionen behalten sollen. Vor dem Absenden persönlicher Daten, dem Abschluss eines Online-Einkaufs oder dem Versand einer E-Mail erfolgt laut Anbieter immer eine Rückfrage. Besonders kritische Schritte müssen manuell bestätigt werden, einzelne Handlungen lassen sich nachverfolgen. So will OpenAI Missbrauch vorbeugen und Vertrauen schaffen – gerade angesichts der umfangreichen Befugnisse, die der Agentenmodus der KI einräumt.
Darüber hinaus wird die KI voraussichtlich nicht willkürlich auf persönliche Daten zugreifen. Der Zugriff auf externe Konten soll gezielt aktiviert werden müssen, damit Nutzer jederzeit nachvollziehen können, welche Informationen verarbeitet und genutzt werden.
Zum Start wird der Agentenmodus ausschließlich zahlenden Nutzern zur Verfügung stehen. Inhaber eines Plus-Abos dürfen bis zu 50 Aufgaben pro Monat an die KI übergeben, wer über ein Pro-Abonnement verfügt, profitiert laut OpenAI von nahezu unbegrenzter Nutzung. Auch für Team-, Enterprise- und Bildungskonten ist das Feature in Vorbereitung – ein konkreter Zeitplan steht hierfür jedoch noch aus.
Für Nutzer in Deutschland ist der Dienst zunächst nicht sofort verfügbar. Der Rollout für den deutschsprachigen Raum befinde sich aktuell noch in Abstimmung, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Wann genau der Agentenmodus hierzulande startet, ist noch offen – weitere Details sollen jedoch „in Kürze“ folgen.
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