Trotz des hohen Preises und der eingeschränkten Verfügbarkeit bleibt Apple seiner Mixed-Reality-Brille Vision Pro treu. Im Rahmen der jüngsten Bekanntgabe der Quartalszahlen bekräftigte CEO Tim Cook das langfristige Engagement des Unternehmens im Bereich Spatial Computing – Apples Begriff für erweiterte Realität. Neue Funktionen durch ein bevorstehendes Softwareupdate sowie Hinweise auf weitere Hardwarevarianten sollen das Headset langfristig positionieren.

Software im Mittelpunkt

Mit dem für Herbst angekündigten Update auf visionOS 26 will Apple den Funktionsumfang der Vision Pro deutlich erweitern. Tim Cook betonte in seiner Stellungnahme insbesondere die neuen Spatial Widgets, die eine individuellere Gestaltung des digitalen Arbeits- und Lebensraums ermöglichen sollen. Auch die Persona-Funktion wird überarbeitet: Die 3D-Avatare, die beispielsweise in FaceTime-Gesprächen eingesetzt werden, sollen künftig noch realistischer wirken.

Neben Endkunden rückt Apple dabei verstärkt auch Unternehmenskunden in den Fokus. Neue Programmierschnittstellen sollen Entwickler in diesem Segment besser unterstützen. Cook betonte, dass Apple in diesem Bereich „wirklich an das Potenzial glaubt“, was auf eine langfristige strategische Ausrichtung hinweist.

Zukunft der Vision-Reihe

Konkrete Details zu neuen Hardwaremodellen bleiben aus, doch Brancheninsider sehen mehrere Varianten in Entwicklung. Erwartet wird ein Nachfolgemodell mit Apples M4-Chip, das gleichzeitig leichtere Bauteile und ein überarbeitetes Kopfband mitbringen könnte. Komfort und Gewicht gelten derzeit als Schwachpunkte der Vision Pro, die in Testberichten immer wieder kritisiert werden.

Zusätzlich steht ein günstigeres Modell im Raum, das sich stärker an ein breiteres Publikum richten könnte. Auch eine Variante zur festen Nutzung am Mac, speziell für professionelle oder industrielle Anwendungen, wird diskutiert. Bestätigt ist bislang keines dieser Geräte, doch die Gerüchtelage verdichtet sich zunehmend.

Hoher Einstiegspreis bleibt

Wer aktuell eine Vision Pro erwerben möchte, muss weiterhin tief in die Tasche greifen: Der offizielle Einstiegspreis liegt bei 3.999 Euro, ein Kauf ist ausschließlich über Apple selbst möglich. Der freie Handel ist ausgeschlossen. Auf Onlineplattformen wie eBay finden sich zwar gebrauchte Modelle ab etwa 2.500 Euro, diese unterliegen jedoch keinerlei offizieller Unterstützung.

Die Verfügbarkeit bleibt damit begrenzt. Aktuellen Gerüchten zufolge verkauft Apple vorwiegend Restbestände und hat die Produktion der aktuellen Generation bereits gestoppt. Gleichzeitig verdichten sich Hinweise, dass Apple an einem kompakteren Nachfolgeprodukt arbeitet – einer echten Augmented-Reality-Brille, die sich in Formfaktor und Alltagstauglichkeit deutlich von der Vision Pro unterscheiden könnte. Bis dahin bleibt das aktuelle Modell ein exklusives, technikgetriebenes Experiment.