Im Vorfeld gab es große Skepsis darüber, ob das gleichnamige Videospiel überhaupt zu verfilmen sei. Doch wie sich nun zeigt, hat der „Minecraft“-Film abgeliefert: Am Eröffnungswochenende legte die Adaption des Gaming-Hits einen Traumstart hin.

An den Kinokassen in Nordamerika spielte der Streifen mit Jack Black und Jason Momoa in den Hauptrollen beeindruckende 157 Millionen Dollar ein, weltweit waren es insgesamt 301 Millionen Dollar. Mit Blick auf das Produktionsbudget von 150 Millionen Dollar dürfte sich der Film also bereits gerechnet haben, was heutzutage alles andere als selbstverständlich ist.

Dieser Auftakt übertrifft sämtliche Erwartungen bei weitem – prognostiziert worden war gerade mal die Hälfte – und beschert dem zunächst oft spöttisch beachteten Film nicht bloß den bisher erfolgreichsten Kinostart des Jahres 2025, er macht ihn auch noch zur besten Eröffnung für eine Videospiel-Verfilmung überhaupt.

Damit deklassiert „A Minecraft Movie“ sogar den „Super Mario Bros. Film“ aus dem Jahr 2023, der mit „nur“ 146 Millionen eingespielten Dollar am ersten Wochenende als bisheriger Rekordhalter vom Thron gestoßen wurde.

Zwar erhielt der von „Napoleon Dynamite“-Regisseur Jared Hess inszenierte Streifen im Gegensatz zum Nintendo-Film fachseitig bislang eher verhaltene Kritiken, dem Publikum und den Fans scheint dies aber herzlich egal zu sein. Auf „Rotten Tomatoes“ lässt sich das gut nachvollziehen: Der Kritiker-Wert liegt dort bei aktuell 48 Prozent, der Nutzer-Wert hingegen bei 88 Prozent.

Ein rettender Anker für das Kinojahr 2025

„A Minecraft Movie“ landet auf jeden Fall einen dringend benötigten Befreiungsschlag für die Filmindustrie, die aktuell eine Flop nach dem anderen hinlegt. Wie „Variety“ berichtet, lagen die Einspielergebnisse des aktuellen Jahres vor dem Start des „Minecraft“-Films dementsprechend dann auch um ganze 13 Prozent unter denen des Vorjahres.

Dass ausgerechnet eine Spiele-Adaption die Trendwende bringt und dann auch noch mit einem solchen Paukenschlag, kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden. Da wäre zuvorderst die globale Strahlkraft der Vorlage „Minecraft“, die mit über 300 Millionen verkauften Exemplaren als eine der erfolgreichsten Spielereihen aller Zeiten gilt und mit etwa 174 Millionen aktiven Spielern monatlich eine gigantische Fangemeinde hat.

Strategisch spielt auch der klug gewählte Starttermin zur Ferienzeit in den USA dem Erfolg in die Karten. Hinzu kommt eine umfassende Marketingkampagne, bei der Warner Bros. Partnerschaften mit 45 Marken, einschließlich McDonalds, Doritos und Oreo, eingegangen ist. Diese Kampagne gilt als die größte in der Geschichte des Studios und übertrifft sogar jene für den Film „Barbie“.

Quelle: winfuture.de