Wenn es in den 80ern um Coolness ging, führte kein Weg an „Miami Vice“ vorbei. Don Johnson und Philip Michael Thomas rollten mit schnellen Sportwagen durch ein sonnendurchflutetes Miami, hielten Drogendealer in Schach und setzten Trends, die heute gleichzeitig kultig und unfreiwillig komisch wirken.
Pastellfarbene Sakkos, lockere Vibes und ein unverkennbarer Synthie-Soundtrack – das war das Markenzeichen dieser Kult-Serie. Nun scheint Hollywood wieder einmal in Nostalgie-Laune zu sein. Ein neuer Kinofilm rund um „Miami Vice“ ist in Arbeit, und laut „Nexus Point News§ stehen die möglichen Hauptdarsteller bereits fest. Nämlich keine Geringeren als Glen Powell und Michael B. Jordan, die in die Fußstapfen von Sonny Crockett und Rico Tubbs treten sollen.
Offiziell ist noch nichts bestätigt, aber die Kombination sorgt schon jetzt für reichlich Aufsehen. Brancheninsider sehen Powell und Jordan als nahezu sichere Wahl, auch wenn Universal Pictures das Casting bisher nicht kommentiert hat. Hinter der Kamera steht indes kein Unbekannter. Joseph Kosinski, der zuletzt mit „Top Gun: Maverick“ und dem Rennsport-Drama „F1“ große Erfolge feierte, soll die Neuauflage inszenieren.
Das bedeutet also sehr wahrscheinlich Hochglanzoptik, rasante Action und ein Gespür für das richtige Maß an Retro-Charme. Das Drehbuch liefert Dan Gilroy, bekannt für „Nightcrawler – Jede Nacht hat ihren Preis“. Das „Miami Vice“-Remake soll am 5. August 2027 in die Kinos kommen. Inhaltlich orientiert sich die Neuauflage am Serienauftakt von damals. Korruption, Glitzer und der gefährliche Sumpf der Unterwelt in Miami bilden also erneut den Kern der Handlung.
Allerdings geht es dieses Mal nicht nur um Drogenbosse mit goldenen Ketten, sondern auch um Themen wie Cybercrime, internationale Kartelle und Hightech-Verbrechen. So soll die Serie neu interpretiert werden, ohne ihren ursprünglichen Reiz zu verlieren. Produzent Dylan Clark unterstützt Kosinski hinter den Kulissen, während Sara Scott von Universal die Entwicklung überwacht. Damit scheint das Studio fest entschlossen, die Marke „Miami Vice“ in ein neues Zeitalter zu katapultieren.
Kein Wunder, denn schon 2006 versuchte sich Michael Mann, Schöpfer der Originalserie, an einer Filmversion mit Colin Farrell und Jamie Foxx. Der Film brachte in den USA rund 63 Millionen US-Dollar ein, erfüllte aber nicht die hohen Erwartungen. Heute gilt er zwar in gewissen Fankreisen als Geheimtipp, konnte aber das Franchise nicht wirklich neu beleben. Daher setzt man nun bewusst auf einen kompletten Neustart. Und in diesem sollen Glen Powell, zuletzt mit „Top Gun: Maverick“ in aller Munde, und Michael B. Jordan, bekannt aus „Creed“ und „Black Panther“, frischen Wind bringen.
Die Serie „Miami Vice“ lief von 1984 bis 1989 und brachte es auf stolze 111 Episoden in fünf Staffeln. Don Johnsons Rolle als James „Sonny“ Crockett machte ihn zum internationalen Star, während Philip Michael Thomas als Ricardo „Rico“ Tubbs die perfekte Ergänzung war. Gemeinsam jagten sie im tropischen Flair Floridas Dealer und Verbrecher, lebten undercover in wechselnden Identitäten und mussten dabei immer wieder ihre eigenen Grenzen ausloten.
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