Mit ordentlich Witz, provokantem Charme und einer guten Portion Selbstironie rollt „Mädchen, Mädchen“ zurück auf die Kinoleinwand. Dieses Mal in einem neuen Gewand, zugeschnitten auf die Lebensrealität der Gen Z. Mit „Mädchen, Mädchen“ bringt Regisseurin Martina Plura den Kultstoff von 2001 zurück, lässt ihn jedoch nicht einfach aufwärmen, sondern verpasst ihm einen zeitgemäßen Twist.

Die Coming-of-Age-Komödie feiert am 3. Juli 2025 Kinostart und macht schon jetzt mit einem spritzigen Trailer Lust auf mehr. In der Neuinszenierung dreht sich erneut alles um die turbulenten Erfahrungen dreier junger Frauen – Inken, Vicky und Lena – die sich nicht mit den typischen Teenie-Klischees zufriedengeben wollen. Sie haben ein klares Ziel vor Augen: den ersten Orgasmus.

Selbstfindung, Sexualität und Freundschaft

Dabei läuft natürlich nichts wie geplant. Zwischen peinlichen Zwischenfällen, pubertärem Gefühlschaos und absurden Alltagsmomenten entfaltet sich ein Film, der sich locker-leicht mit Themen wie Selbstfindung, Sexualität und Freundschaft auseinandersetzt – ohne moralischen Zeigefinger, dafür mit viel Herz und Humor.

Kya-Celina Barucki, Julia Novohradsky und Nhung Hong verkörpern das zentrale Trio mit einer frischen Energie, die den Ton der Vorlage bewahrt, aber gleichzeitig neue Wege geht. Unterstützt wird das Ensemble unter anderem von Zoë Pastelle Holthuizen, Yoran Leicher, Jason Klare, Jamie-Lee Curt Williams und Victor Kadam. Gastauftritte von Annette Frier und Henning Baum setzen zusätzliche Akzente – nicht nur für Fans des Originals.

Coming-of-Age-Komödie mit Frischzellenkur

Was einst unter der Regie von Dennis Gansel den Nerv der damaligen Teenager traf, bekommt mit Pluras Version eine Frischzellenkur. Die Story greift die Essenz des Originals auf, scheut sich aber nicht vor Weiterentwicklungen: Statt einer bloßen Kopie steht hier eine moderne Interpretation im Vordergrund, die sich nicht zuletzt durch eine vielfältige Besetzung und neue Erzählansätze von der Vorlage abhebt.

Ob Fahrrad als unerwarteter Wendepunkt, Vaginalpilz als Stimmungskiller oder Vater Gero auf Liebesabwegen – „Mädchen, Mädchen“ bleibt seinem Grundton treu: unverschämt ehrlich, ein wenig chaotisch und voller Sympathie für jugendliche Lebensrealitäten. Die Mischung aus satirischer Überzeichnung und emotionaler Nähe könnte für eine neue Generation das werden, was der Originalfilm Anfang der 2000er war – ein popkultureller Spiegel voller Selbstironie.

Mit seinem Kinostart im Juli dürfte „Mädchen, Mädchen“ demnach pünktlich zum Sommer eine neue Welle an Hype lostreten – nicht zuletzt wegen seines unverkrampften Umgangs mit weiblicher Lust und jugendlicher Unsicherheit.