Wenn sich Datenexperten an Hollywood wagen, entsteht mitunter ein kurioses Bild davon, wen das Publikum so richtig auf dem Kieker hat. Genau in diesem Terrain hat sich eine aktuelle Untersuchung bewegt, die nicht etwa aus einer hitzigen Fan-Debatte stammt, sondern aus einer analytischen Auswertung von Filmbewertungen.
Gemeint ist Datenexperte Daniel Parris, der 2025 eine Untersuchung startete, die aus purer Statistik einen Namen ausspuckte, der in Filmkreisen ohnehin ständig diskutiert wird. Mithilfe nüchterner Datenauswertung, basierend auf Bewertungen großer Filmplattformen wie IMDb, Rotten Tomatoes oder Letterboxd, entstand ein Ranking, das zeigt, welcher Hollywood-Star in den Augen vieler Zuschauer besonders schlecht wegkommt.
Das überraschende Resultat: Ausgerechnet Adam Sandler landet ganz oben auf der Negativ-Liste, der meistgehassten Schauspieler aller Zeiten. Parris nahm sich für seine Analyse nicht irgendwelche Nischenfilme vor, sondern Produktionen mit breitem Publikum. Ziel war es, Filme zu finden, die eine ungewöhnlich hohe Dichte an Ein-Sterne-Bewertungen aufwiesen.
Damit das Ranking nicht verwässert wird, mussten mindestens 20 Prozent der Bewertungen im untersten Bereich liegen. Erst wenn ein Film systematisch verrissen wurde, fand er den Weg in diese spezielle Auswertung. Die spätere Liste wurde zu einem kuriosen Mix aus Action- und Comedy-Größen, die in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder für Diskussionen gesorgt hatten.
In der Top 10 tauchen entsprechend große Namen auf, darunter Jean-Claude Van Damme mit „Bloodsport“ oder Sylvester Stallone als unverwüstlicher „Rocky“. Weiter oben rücken Komikgrößen ins Rampenlicht: Eddie Murphy mit „Pluto Nash“, Pauly Shore mit „Bud & Doyle“ und Rob Schneider mit „Rent A Man“.
An der Spitze steht schließlich Adam Sandler. Gleich mehrere seiner Filme erfüllten die Kriterien der Studie. Produktionen wie „Kindsköpfe 2“ oder „The Ridiculous 6“ wurden überdurchschnittlich häufig abgestraft und schoben Sandler im Ranking ganz nach vorn. Auch ein Blick auf die Goldenen Himbeeren unterstreicht dieses Bild. Seine Filme wurden in den vergangenen Jahren mehrfach nominiert und ausgezeichnet.
Interessant ist allerdings die Diskrepanz zwischen seiner öffentlichen Wahrnehmung und seinem Image abseits der Kamera. Denn Sandler wird seit Jahren als besonders zugänglich beschrieben. Jemand, der am Set dieselben Leute immer wieder beschäftigt, Kolleginnen und Kollegen unterstützt und sich für soziale Projekte einsetzt. Auch jenseits seiner oft polarisierenden Rollen erscheint er als bodenständige Persönlichkeit, die sowohl Wegbegleiter als auch Fans positiv überrascht.
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