Drei Jahrzehnte nach dem Start von „Friday“ nimmt die Geschichte noch einmal Fahrt auf. Dies mit einem Comeback, das viele längst abgeschrieben hatten. Mit „Last Friday“ steht der vierte Teil der ikonischen Comedy-Reihe offiziell in den Startlöchern, und das mit altvertrauten Gesichtern.
Ice Cube, der seit jeher Dreh- und Angelpunkt der Filme bildet, ist erneut in der Doppelfunktion als Hauptdarsteller und Drehbuchautor mit an Bord. Und nicht nur das: Auch Chris Tucker soll laut Schauspieler Faizon Love wieder Teil des Casts werden. Tuckers Figur Smokey hatte im ersten Film von 1995 für zahlreiche der unvergesslichsten Momente gesorgt, war danach aber von der Bildfläche verschwunden.
In den beiden Fortsetzungen „Next Friday“ und „Friday After Next“ fehlte sein Charakter vollständig, was nicht wenigen als schmerzhafte Lücke im Herzen der Reihe galt. Dass nun ausgerechnet Faizon Love, der in „Friday“ als Big Worm die Szene dominierte, das Comeback Tuckers ausplaudert, wirkt fast zu schön, um wahr zu sein. In einem Interview mit DJ Vlad verriet Love beiläufig: Chris Tucker sei bei „Last Friday“ wieder mit an Bord.
Ob das eine verfrühte Enthüllung oder einfach ein unbeabsichtigtes Leak war. Love wirkte selbst überrascht, dass er diese Info offenbar gerade zum ersten Mal öffentlich gemacht hatte. Konkrete Details zur Handlung von „Last Friday“ sind bisher nicht bekannt. Es dürfte allerdings davon auszugehen sein, dass sich das Skript wieder stark an den Wurzeln der Reihe orientieren wird.
Der Mix aus leichter Alltagskomik, pointiertem Slang und Straßensatire hatte den Originalfilm zu einem Kultstreifen gemacht. Ice Cube selbst hatte in der Vergangenheit wiederholt geäußert, wie frustrierend sich die Entwicklung eines vierten Teils gestaltet habe. Insbesondere der Tod zweier prägender Figuren des „Friday“-Kosmos – John Witherspoon, der Craigs Vater Willie spielte, und Tiny Lister Jr., besser bekannt als Deebo – hinterließ nicht nur emotional, sondern auch strukturell eine spürbare Lücke.
„Friday“ war 1995 ein Überraschungserfolg. Für gerade einmal 3,5 Millionen US-Dollar gedreht, entwickelte sich die Komödie zu einem Hit mit Kultstatus. Dies mit einem Einspielergebnis von über 27 US-Millionen Dollar. Die Regie von F. Gary Gray sorgte für einen lässigen Tonfall, der sich deutlich vom damals gängigen Hollywood-Comedy-Stil abhob.
„Friday“ zeigt einen einzigen heißen Tag im Leben zweier Freunde, die mehr durch Zufall als durch Plan von einer verrückten Situation in die nächste stolperten. Mit „Next Friday“ im Jahr 2000 und „Friday After Next“ zwei Jahre später wurden zwar weitere Kapitel aufgeschlagen, doch ohne Chris Tuckers Smokey schien die Seele des Originals ein Stück weit verloren gegangen.
Ice Cube hielt die Reihe zwar mit Charme, Slapstick und authentischem Neighborhood-Flair lebendig, aber der Wunsch nach einer Rückkehr zur Ursprungskonstellation blieb bestehen. Dass „Last Friday“ nun, 30 Jahre nach dem Startschuss, diese Lücke schließen könnte, sorgt für hohe Erwartungen – gerade bei denen, die mit den Figuren aufgewachsen sind.
Wie viel Substanz die Aussagen von Faizon Love letztlich haben, bleibt zwar abzuwarten. Doch allein die Aussicht, dass Ice Cube und Chris Tucker erneut gemeinsam vor der Kamera stehen könnten, dürfte bei allen langjährigen Fans für Begeisterung sorgen
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