Regisseur Uwe Boll arbeitet an einem Reboot der Horror-Action-Marke "Alone in the Dark". Seine Produktionsfirma Event Films hat sich die Filmrechte an der gleichnamigen Videospielreihe von Publisher THQ Nordic gesichert. Damit kehrt Boll zu einem Stoff zurück, den er bereits Mitte der 2000er Jahre für die Kinoleinwand adaptiert hatte.
Im Mittelpunkt der Reihe steht der Privatdetektiv Edward Carnby, der sich mit übernatürlichen Bedrohungen konfrontiert sieht. Die geplante Neuverfilmung soll sich nach Angaben des Regisseurs stärker an den Spielvorlagen orientieren als frühere Umsetzungen. Inhaltlich will Boll vor allem Elemente aus dem jüngsten Serienteil aufgreifen, der 2024 erschienen ist. Eine Besetzung für die Hauptrolle wurde bislang nicht bekanntgegeben.
Boll hatte "Alone in the Dark" bereits 2005 verfilmt. Der damalige Kinofilm mit Christian Slater, Tara Reid und Stephen Dorff stieß bei Kritikern auf Ablehnung, entwickelte jedoch im Lauf der Jahre eine kleine Anhängerschaft. Mit dem geplanten Reboot soll nun ein neuer Ansatz verfolgt werden, der sich enger an der erzählerischen Struktur und Atmosphäre der Spiele orientiert. Ziel ist es, die zentrale Figur und das zugrunde liegende Horrorszenario klarer herauszuarbeiten.
Parallel zum Kinoprojekt prüfen Boll und sein langjähriger Produktionspartner Michael Roesch, ob sich das Franchise auch für eine Serienumsetzung eignet. Als Hintergrund verweisen sie auf das wachsende Interesse an Adaptionen von Videospielen für Film und Fernsehen. Eine konkrete Entscheidung über eine Serienproduktion ist bislang nicht gefallen.
Unabhängig davon ist Boll derzeit an mehreren Produktionen beteiligt. In der Postproduktion befinden sich zwei Fortsetzungen seines Thrillers "First Shift", der 2024 bei Paramount+ veröffentlicht wurde. Zudem hat er die Dreharbeiten zum Actionfilm "Citizen Vigilante" abgeschlossen, bei dem Armie Hammer mitwirkt. Auch dieses Projekt soll demnächst weiterverwertet werden.
:quality(90))