Kaum ein Animationsfilm hat in den letzten Monaten so viel Wirbel verursacht wie „KPop Demon Hunters“. Seit dem Netflix-Start am 20. Juni 2025 hat sich der Mix aus K-Pop und Fantasy zu einem weltweiten Hype entwickelt. Kein Wunder also, dass in den Studios von Sony und Netflix bereits über eine mögliche Fortsetzung gesprochen wird.
Doch während sich viele Gedanken um die Zukunft des Films drehen, sorgt ein anderes Thema für hitzige Diskussionen: die Idee einer Realverfilmung. Was in Foren und Fan-Communities als Wunschtraum einiger begann, ist mittlerweile zu einem der meistdiskutierten Themen rund um den Titel geworden. Eine Live-Action-Version von „KPop Demon Hunters“?
Für viele klingt das verlockend, schließlich könnten reale Schauspielerinnen in schillernden Kostümen auf dämonische Kreaturen treffen. Doch die Euphorie wird nicht von allen geteilt. Unter den Skeptikern findet sich auch die wichtigste Stimme des Animationshits, nämlich die Schöpferin selbst, Maggie Kang.
In einem Interview mit der BBC machte sie unmissverständlich klar, was sie von einer solchen Umsetzung hält. Zitat: „Es gibt so viele Elemente des Tons und der Komik, die sich hervorragend für Animation eignen. Es ist wirklich schwer, sich diese Charaktere in einer Live-Action-Welt vorzustellen. Es würde sich zu geerdet anfühlen. Für mich würde es also überhaupt nicht funktionieren.“
Deutlicher kann man es kaum sagen. Kang sieht in der Animation nicht nur ein Stilmittel, sondern den eigentlichen Kern des gesamten Films. Die grellen Farben, übertriebene Bewegungen und magischen Transformationen – all das sei in einer realen Umgebung kaum einzufangen, ohne den besonderen Charme zu zerstören. Auch ihr Co-Regisseur Chris Appelhans steht voll hinter dieser Haltung.
Für ihn liegt der Reiz gerade darin, dass Animationsfilme keine Grenzen kennen: „Reale Adaptionen von Animes wirken auf mich oft etwas gekünstelt“, erklärte er in demselben Gespräch. Während sich Hollywood also weiter in Live-Action-Neuauflagen verliert – von „One Piece“ bis „Avatar“ – bleibt „KPop Demon Hunters“ also seinem Ursprung treu. Kang und Appelhans wollen lieber noch tiefer in die animierte Welt eintauchen, statt sie in die Realität zu zwingen.
Und dafür scheint es reichlich Material zu geben. Laut Kang sei die Hintergrundgeschichte weitaus umfangreicher, als es der erste Film zeigen konnte: „Wir haben so viel für die mögliche Hintergrundgeschichte vorbereitet. Natürlich bleiben viele Fragen unbeantwortet [...]. Das mussten wir tun, weil man in 85 Minuten nur eine begrenzte Menge an Film erzählen kann.“
Einige dieser offenen Handlungsstränge betreffen die Figuren Zoey und Mira, deren Geschichten ursprünglich eine größere Rolle spielen sollten. Für Fans könnte das ein Hinweis darauf sein, dass die beiden im möglichen „KPop Demon Hunters 2“ stärker in den Fokus rücken werden.
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