Fans von Old-School-Horrorstreifen kennen ganz sicher den Horror-Klassiker „Kinder des Zorns“ von Regisseur Fritz Kiersch aus dem Jahre 1984 mit Linda Hamilton und Peter Horton. Ein ewig währender Kultfilm, der auf der Kurzgeschichte „Kinder des Mais“, im englischen „Children of the Corn“, von Autorenlegende Stephen King basiert.

Auch wenn es genügend Genrejünger gibt, welche die bösen Kids aus dem Maisfeld grausig finden, so haben sie auf der anderen Seite ebenso viele Fans auf ihrer Seite. Daher verwundert es nicht, dass auf den ersten Teil bis heute zehn Sequels folgten, 2018 mit „Children of the Corn: Runaway“ der letzte Teil sowie ein Remake aus dem Jahr 2009. Nun steht im Heimkino auf Blu-ray und DVD die Neuinterpretation der Originalgeschichte auf dem Programm.

Vorsicht vor dem todbringenden Kindermob

Die moderne Interpretation zu „Kinder des Zorns“ wurde verfilmt von Regisseur Kurt Wimmer („Equilibrium“, „Ultraviolet“). Um einen ähnlich guten Angstmacher wie damals zu generieren, nimmt Wimmer natürlich die mörderischen Kinder als Basis seiner neuen Geschichte. Die neue Version von „Kinder des Zorns“ spielt indes abermals in Nebraska.

Dieses Mal wird jedoch die Zwölfjährige Eden Edwards von einer finsteren Macht besessen, nachdem sie als einzige einen Amoklauf in einem Waisenhaus überlebte und seitdem in einem Maisfeld haust. Daraufhin versammelt sie etliche Kinder um sich, die nur eines im Sinn haben: Alle Erwachsenen abzuschlachten die sie in die Finger bekommen, um sie dann dem Mais-Gott zu opfern.

Kate Moyer überzeugt als Mais-Todesengel

Die neue Version des todbringenden Kindermobs ist wahrhaft gelungen, auch wenn man all die vorangegangenen Filme nicht mit Kurt Wimmers Version vergleichen sollte. An manchen Stellen ist der Streifen recht vorhersehbar, aber das ist durchaus zu verschmerzen. Zumal man hier einen modernen Horrorstreifen zu sehen bekommt, der den Spannungsbogen gut aufrechterhalten kann.

Auch der Cast macht seine Sache sehr ordentlich, wobei besonders Kate Moyer („The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“) in ihrer Rolle als bitterböser Mais-Todesengel Eden hervorsticht. Man sollte übrigens einen starken Magen haben, denn der Gewaltgrad in „Kinder des Zorns“ ist ziemlich hoch und orientiert sich an aktuellen einschlägigen Genretiteln.

Wer die gesamte Horror-Reihe kennt, wird schnell merken, dass diese Neuinterpretation nach den letzten eher ermüdenden Verfilmungen, endlich mal wieder frischen Wind in Franchise bringt.

Kinder des Zorns (Plaion Pictures) – VÖ: 28. Mrz. 24