Seit mehr als einem Jahrzehnt lenkt Kathleen Kennedy als Präsidentin von Lucasfilm die Geschicke von „Star Wars“ – doch nun steht offenbar ein massiver Umbruch bevor. Denn laut einem aktuellen Bericht von „Puck“ plant Kennedy, sich Ende 2025 aus dem Unternehmen zurückzuziehen und in den Ruhestand zu gehen. Während weder Disney noch Lucasfilm die Meldung bisher offiziell bestätigt haben, berufen sich mehrere Quellen auf interne Informationen.

Sollte dies zutreffen, wäre es das Ende einer Ära, die das „Star Wars“-Franchise geprägt hat wie kaum eine andere. Seit 2012 an der Spitze von Lucasfilm hat Kathleen Kennedy entscheidende Weichen gestellt. Sie übernahm die Leitung, nachdem Disney das Studio von "Star Wars"-Schöpfer George Lucas für vier Milliarden US-Dollar übernommen hatte.

Kathleen Kennedys Einfluss auf "Star Wars"

Mit „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (2015) gelang ein fulminanter Neustart, der weltweit über zwei Milliarden US-Dollar einspielte. Die darauffolgenden Filme, insbesondere die „Sequel-Trilogie“, stießen allerdings auf eine stark zweigeteilte Fangemeinde. Während „Das Erwachen der Macht“ viele Fans begeistern konnte, sorgten „Die letzten Jedi“ (2017) und „Der Aufstieg Skywalkers“ (2019) für hitzige Debatten und massive Kritik in der Community.

Abseits der Hauptfilme gab es unter Kennedy auch einige Herausforderungen. Die Regisseure von „Solo: A Star Wars Story“ wurden während der Dreharbeiten entlassen, Gareth Edwards wurde bei „Rogue One“ von Tony Gilroy ersetzt. Zudem blieben viele angekündigte Projekte, darunter geplante Trilogien von Rian Johnson und den „Game of Thrones“-Schöpfern David Benioff & D.B. Weiss, letztlich auf der Strecke.

Serien als neue „Star Wars“-Zukunft

Die letzten Jahre waren indes von einem Strategiewechsel geprägt. Statt neuer Kinofilme lag der Fokus zunehmend auf Streaming-Serien. Mit „The Mandalorian“ wurde 2019 ein voller Erfolg gelandet, dem weitere beliebte Serien wie „Andor“ und „Ahsoka“ folgten. Besonders Dave Filoni, seit Ende 2023 Chief Creative Officer von Lucasfilm, hat sich als treibende Kraft hinter dem modernen „Star Wars“-Universum etabliert.

Filoni ist hierbei auch der Name, der in Spekulationen um Kennedys Nachfolge immer wieder auftaucht. Mit seinem tiefen Verständnis für das Franchise und seiner langjährigen Erfahrung – angefangen bei „The Clone Wars“ – könnte er eine entscheidende Rolle in der Zukunft von „Star Wars“ übernehmen. Doch auch andere Namen wie Jon Favreau oder Produzentin Michelle Rejwan werden in der Branche als mögliche Nachfolger gehandelt.

Die Zukunft von „Star Wars“

Sollte Kathleen Kennedy tatsächlich Ende 2025 zurücktreten, würde das „Star Wars“-Universum in einer spannenden Phase zurückbleiben. Nach Jahren der Unsicherheiten in Bezug auf neue Kinofilme steht bereits fest, dass „The Mandalorian & Grogu“ 2026 als erster neuer „Star Wars“-Film erscheinen wird. Weitere Projekte sind für die kommenden Jahre in Planung, doch vieles hängt davon ab, wer nach Kennedy die kreative Leitung übernimmt.

Quelle: puck.news